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"Das Erdbeben in Chili" - Rezeption von Kleist

Kleists Rezeption der Theodizee-Debatte von 1756

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Autor: Claudia Schöll
Umfang: 14 Seite(n)
Verfasst: Aug. 2002
  EUR 2,99
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Dateiformat:   MS Office Word MS Office Word



Seminararbeit über Heinrich v.Kleist

„Das Erdbeben in Chili“ von Heinrich von Kleist erschien 1807 erstmalig unter dem Titel „Jeronimo und Josephe. Eine Scene aus dem Erdbeben zu Chili, vom Jahr 1647“in der Zeitung „Morgenblatt für gebildete Stände“.

Die Erzählung soll im folgenden vor dem Hintergrund der philosophisch-theologischen Theodizee-Diskussion interpretiert werden, die damals durch das Erdbeben von Lissabon von 1755 ausgelöst wurde, und die sich mit der Frage auseinandersetzte, „ob und wie das Erdbeben als Ausdruck göttlichen Willens zu verstehen sei“.

Kleist, der mit den historischen und philosophischen Fakten vertraut war, ließ diese Diskussion unmittelbar in „ Das Erdbeben in Chili“ einfließen. Während er mit seiner Erzählung einen eigenständigen Beitrag zum Inhalt der Debatte leistet, soll nachgewiesen werden, dass er grundlegende Positionen von Leibniz, Voltaire, Rousseau und Kant aufgriff und literarisch problematisierte. Zum anderen sollen diejenigen Aspekte, die Kleist der vorgegebenen Diskussion hinzufügte, verdeutlicht werden. „Das Erdbeben in Chili“ ist dabei nicht als philosophischer, sondern als literarischer Text zu verstehen und dementsprechend zu behandeln.

Kleists „Erdbeben“ bewegt sich in der Dialektik von Kultur und Natur, von Mensch und Gesellschaft, von Teleologie und Kontingenz. Nach der der Hausarbeit zugrundeliegenden These, die im einzelnen erörtert werden soll, wird die Darstellung des Geschehens begriffen als Absage an einen metaphysisch verbürgten Sinn, den der Mensch erfassen kann.


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Claudia Schöll
Claudia Schöll
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