Die Verbogene Magie Theorie und Praxis

Die Verbogene Magie Theorie und Praxis

Einführung in die Wortmagie. Im Anfang war das Wort

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Autor: Andreas Bremer
Umfang: 68 Seite(n)
Verfasst: Jan. 2017
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Kategorie: Esoterik » Magie  |  Publikationsart: Ratgeber
Stichworte: Magie, Mensch, Wort, Menschen, Göttlichkeit, Verbogene, Theorie, Praxis, Wortmagie, Religion, Philosophie, Sigillen, Literatur, Geist, Gott, Göttin, Licht, Leben, Finsternis,

Im Menschen ist das Wort, im Menschen ist Göttlichkeit

Im Anfang war das Wort

Aus Urzeiten ist uns das seltsame Wort überkommen, dieser tiefgründige Ausspruch, der im Wissensgut aller Völker mit tiefer, götterdurchdrungener Religion und Philosophie zu finden ist.
Um darlegen zu können, welche Macht und Gewalt ein Wort, richtig angewandt und ausgesprochen, haben kann und soll, muss ich den Leser bitten, mir zuerst in das Gebiet der esoterischen Auslegung des oben angeführten Weisheitswortes zu folgen. Was bedeutet der Satz „Im Anfang war das Wort?" Das größte, was dem Wort zugrunde liegt, und was derjenige, der das Wort gebrauchen kann, vom Tiere unterscheidet, ist der Begriff. Alles, was denkbar ist, hat als Unterlage den Begriff. Er ist das Grundlegende für alles, was ist, was lebt, was atmet.

Der Begriff ist es, der den Menschen vom Tiere unterscheidet, der ihn in die höchste Geistigkeit erhebt. Das Tier hat Instinkt und handelt danach. Der Mensch dagegen besitzt den Verstand. Aber der Verstand ist es nicht, der den Menschen weit über alle
gedachten Möglichkeiten emporhebt, der ihn zum Gott werden lassen kann, sondern das denkende Gemüt.

Das Gemüt, das nicht durch den Intellekt geleitet wird, das weiterbesteht, wenn selbst das Gehirn in Unordnung gerät, ist es, was die Begriffe hervorzaubert. Das Tier handelt aus instinktmäßigem Verstande heraus, der Mensch aus Vernunft, durch
Begriffe, die aus dem denkenden Gemüt hervorgehen. Es gibt kein Tier, das universal konkrete, also sichtbare Dinge durch einen Begriff festlegen, in seinem Denken als Erinnerung und Erfahrungsgut aufspeichern könnte.

Der Mensch vermag neben konkreten auch abstrakte Dinge zu begreifen, er kann Begriffe wie
Sorge, Not, Elend, Energie, Kraft, Sieg, Glück, Seligkeit schöpferisch bilden, er kann diese
Dinge in sich gestalten, sie zu vollkommenen Vorstellungen erheben. Als der in die Erscheinung getretene Gott (wie die Upanishads der Veden die erste Manifestation des Brahman als Brahma bezeichnen) im Anfang war, war Er kontemplativ.

Auch das Wort „Anfang" bezeichnet nicht etwa den Anfang einer Gottheit. Denn diese ist für menschliche Begriffe ohne Anfang, ohne Ende. Anfang bedeutet hier den Beginn unseres gegenwärtigen Weltenkreislaufs.



In diesem Anfang war der Begriff. Aus diesem Begriff entstand der Gedanke, der bereits in
Rotation, ins Kreisen gebrachte Begriff. Das daraus folgende Wort aber bedeutet die Verwirklichung des Begriffs. Eine Gottheit musste, um einen Begriff zu verwirklichen, das gesprochene (oder auch gedachte) Wort anwenden.

Das Wort, das sich aus Lauten zusammensetzt. Das Tier kennt nur den Laut, den Schrei; der Mensch setzt alle Laute zusammen aus Begriffen, aus den daraus entstehenden Gedanken heraus. So bildet der Mensch als Behälter der Götter, immer wieder neue Worte durch seine Dichter, Denker, Erfinder und Schöpfer. (Allein im Kriege sind über fünftausend neue Worte entstanden, die sich auf neuen, zum Teil durch Assoziationen gebildeten Begriffen gestalteten.)

Im Anfang war das Wort. Es war das einzig wirklich Bestehende, das in der Welt der Erscheinung Gerufene, das Verwirklichende des Gedankens, des Begriffs. Schon daraus geht hervor, welche monströse Macht das Wort besitzt. Durch Worte, deren Unterlage Begriffe sind, ruft der Mensch Kriege, Not, Elend, Glück, Seligkeit, Kraft und Freude ans Tageslicht, durch Worte werden die Wellen unseres Bewusstwerdens geschaffen, werden zum Sein erhoben. Durch aneinander gereihte Worte wird der Sinn einer Sache klargelegt, wird geschaffen, gestaltet.

Durch aneinander gereihte Worte werden Vorstellungen im Menschen gebildet, werden neue Begriffe vermittelt, werden Schicksale gestaltet, die den Menschen zu Tränen zu rühren, ihn zur äußersten Wut zu reizen vermögen. Unser ganzes Tun und Treiben im Leben, in der Kunst, in der Philosophie und im Handel: Alles wird gestaltet aus dem Wort, dem Gedanken, dem Begriff.

Das Wort ist der größte Schöpfer und Gestalter. Denn das Wort des Anfangs ist bei den Gö


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor


registriert seit: Apr. 2017
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Über den Autor

Andreas Bremer, 1972 geboren, lebt seit 15 Jahren in Kiel.
Er studierte Englische Philologie, Neuere deutsche Literaturwissenschaften, Medien und Psychologie an der Universität Kiel und arbeitet als Privatlehrer für Kinder und Erwachsene.
Bisher veröffentlichte er Kurzanzeigen in "Literatur in Wissenschaft und Unterricht".

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