Die wahre Geschichte der Sintflut

Die wahre Geschichte der Sintflut

noch nicht bewertet
Autor: Edward Page Mitchell
Umfang: 10 Seite(n)
Verfasst: Apr. 2018
Verkaufsrang: - XinXii Verkaufsrang
Views: 313

Kategorie: Belletristik » Humor  |  Publikationsart: Erzählung
Stichworte: Sintflut, Noah, Arche, Bibel, Hannibal Hamlin, Keilschrift, Assyriologie, Babylon, New York, Henry Ward Beecher

Was damals wirklich geschah! Und wieso die Ichthyosaurier ausstarben …

Hier erstmals auf Deutsch: eine satirische Kurzgeschichte von Edward Page Mitchell, des “Lost Giant of American Science Fiction” (Zitat von Sam Moskowitz).

Mr. Smith entnimmt diesen Inschriften, dass zu der Zeit, als Noah damit begann, seine Arche zu bauen, und eine Flut prophezeite, die Meinung vorherrschte, dass er entweder ein Verrückter sei oder ein gerissener Spekulant, dessen Absicht es war, durch seine glühend vorgetragenen Vorhersagen, bei denen er sich den Anschein völliger Aufrichtigkeit gab, einen großen Preisverfall bei Immobilien herbeizuführen, um diese dann durch Mittelsmänner in großem Stil zu verschwindend geringen Preisen ankaufen zu können.


Nachdem der zunächst vorhandene Reiz der neuen Umstände, in denen man sich nun befand, verflogen war, und Noah und die Seinen sich nicht mehr an der Genugtuung erfreuen konnten, die es ihnen verschaffte, die Bitten um Mitnahme auf der Arche freundlich aber bestimmt abzuweisen, und dabei zuzusehen, wie die kurz zuvor noch so spöttischen Leute sich abmühten, auf Bergen und Höhen Zuflucht zu suchen, nur um schließlich doch von den tosenden Wassern eingeholt und verschlungen zu werden, wurde die Fahrt verdrießlich; sie war nicht gerade angenehm. Bei der Arche handelte es sich um ein schwerfälliges Schiff, und das ist noch sehr milde ausgedrückt. Sie fiel fürchterlich leicht vom Strich ab und verfehlte fast alle Wenden. Wenn der Seegang nur ein bisschen stärker wurde als gewöhnlich, schlug er schon heftig gegen ihre flache Unterseite und ließ alle an Bord so seekrank werden, dass sie sich wünschten, auch sie hätten zu den Gottlosen gehört und wären mit der breiten Masse untergegangen.
In der armseligen Hütte, die die große Kabine für alle darstellte, waren Vögel, Landtiere und Menschen wahllos zusammengedrängt. Eine der ›Sintfluttafeln‹ berichtet, nicht ohne einen Anflug von Mitleid: „Es war schon äußerst unbehaglich [amakharsyar], wenn man schlafen wollte und einen dabei ein Bengal-Tiger aus einer Ecke mit funkelnden Augen anstarrte, und sich darüber hinaus ein Igel an die nackten Beine schmiegte. Aber es wurde ausgesprochen gefährlich, wenn der Elefant unruhig wurde oder der Eisbär Anstoß an einer vermeintlichen Herabsetzung nahm.“


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor


registriert seit: Mai 2017
Veröffentlichungen auf XinXii:  3
Edward Page Mitchell (1852–1927)
Der “Lost Giant of American Science Fiction” (Zitat von Sam Moskowitz)

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