"Elternalarm!!!" Wenn Eltern statt Kinder zur Uni gehen

"Elternalarm!!!" Wenn Eltern statt Kinder zur Uni gehen

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Autor: Fabienne Krumpen
Umfang: 170 Seite(n)
Verfasst: Nov. 2016
Verkaufsrang: - XinXii Verkaufsrang
Views: 322

Kategorie: Pädagogik & Lernen » Lernen / Lernhilfen  |  Publikationsart: Studie
Stichworte: Elterntraining, Elternalarm, Emotionale soziale Förderung, Elternhaus, Klassenlehrer

4 Elterntrainings im Vergleich

1. Opening Story - oder: Eine Geschichte zum Einstieg:

Dieser Mittwochmorgen! Ich stehe gemeinsam mit der Klassenlehrerin vor 14 Schülerinnen und Schülern zwischen 12 und 14 Jahren. Einige von ihnen lernen im Förderschwerpunkt: „Emotionale Soziale Förderung“, andere zusätzlich noch im Förderschwerpunkt „Sprache“. Der „Unterrichtseinstieg“ im Fach Biologie verläuft von Seiten der Schüler ruhig, die Schüler und Schülerinnen hören mir zu und zeigen sich interessiert an dem, „was von mir aus ansteht“. Sie fragen stets nach neuen Arbeitsschritten, wie sie nun vorgehen müssen oder welche Materialien sie für ihre zu erledigenden Aufgaben benötigten. Unter anderem biete ich heute den Bau eines eigenständig herzustellenden Thermometers an. Dieses Vorhaben teilte die Klassenlehrerin den Schüler und Schülerinnen bereits am Vortag mit. Viele äußerten Begeisterung: „Toll, endlich können wir mal selber etwas herstellen!“ Nur nicht Jennifer! Jennifer äußert sich sehr selten vor der Klasse, sie bleibt eher im Hintergrund, zeigt nach außen keine erkennbaren Emotionen, sie verzichtet in ihrer Klasse auf ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren Mitschülern, sie spricht nur selten mit diesen. Auch in den Pausen steht sie stets alleine auf dem Schulhof. Ihr Verhalten könnte damit zusammenhängen, dass ihr Erscheinungsbild sich auswirkt: Jennifer wirkt sehr robust und „kräftig“, Kinder würden sie vermutlich als „dick“ bezeichnen. In ihrem Elternhaus scheint Jennifer nicht erwünscht „behandelt zu werden“. Ihre Eltern kümmern sich kaum um sie. Es sei ein „Unfall“ gewesen, verteidigt sich ihre Mutter wiederholt. Doch heute ist Jennifer von ihren Eltern „nur“ noch unerwünscht. Inzwischen hat die Klassenlehrerin den Eindruck, wie wenn Jennifer zu Hause zwar akzeptiert, jedoch in keinerlei Weise geliebt wäre. Häufig trägt sie in der Schule Kleidung, die aussieht, als hätte sie in selbiger genächtigt. Sie öffnet sich in der Schule selten und geht selten auf jemanden zu.
Nach etlichen Versuchen und immer wieder gutem Zureden wie: „Das schaffst du, ich glaube fest daran.“ „Gemeinsam bekommen wir das hin!“, gelang es mir, Jennifer aus ihrem „Schneckenhaus“ herauszulocken. Ich meinte: „Irgendjemand muss sich diesem Mädchen doch annehmen und ihr zeigen, dass Gefühle wie Wut, Trauer oder Freude nichts sind, was „man“ verstecken muss.“
Mir gelang es durch wertschätzende und anerkennende Zuwendung, ihr Vertrauen zu gewinnen.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor


registriert seit: Nov. 2016
Veröffentlichungen auf XinXii:  1
Die Autorin studierte an der Universität zu Köln im Studiengang Sonderpädagogik. Sie studierte Lehramt Sonderpädagogik mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale & Soziale Entwicklung. Nach ihrer Schullaufbahn nahm sie zuerst das Studium für das Lehramt Grundschule auf, doch nach dem Orientierungs-praktikum in einer Grundschule, entschied sie sich dafür, den Studiengang zu wechseln. Sie ist erfahren im Umgang mit Menschen im Bereich Lernförderung, Förderpädagogik und Elternförderung. Im Studium zeichnete sie sich durch ihre unaufdringliche Kooperation und hohe Selbst-Motivation aus.

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