8 Seiten, davon 5 reiner Text, + Deckblatt, Gliederung, Quellennachweise
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Gliederung:
1. Einleitende Bemerkungen
2. Adjektivische Wiederholungen
2.1 Der 'listige man'
2.2 Der 'ritter lobesam'
2.3 Weitere ständig wiederkehrende Adjektive
3. Wiederholungen in der Gesamtstruktur
4. Schlußthese
1. Einleitende Bemerkungen
„Der Zweck des epischen Dichters liegt schon in jedem Punkt seiner Bewegung, darum eilen wir nicht ungeduldig zu einem Ziele, sondern verweilen uns mit Liebe bei jedem Schritte.“
(Schiller an Goethe, 21.4.1797)
Dieses kurze Zitat Schillers charakterisiert ein Element der epischen Dichtung, das auch das Thema der hier vorlegenden Arbeit sein und an dem im 12. Jahrhundert n. Chr. entstandenen Spielmannsepos 'Salman und Morolf' belegt werden soll. Wie in anderen Epen auch werden bestimmte Handlungsstränge und Wortfolgen der Erzählung zum Teil mehrfach wiederholt und meist nur einer geringfügigen Änderung unterzogen. Darüber hinaus dringt das Charakteristikum der Wiederholung bis in kleinste Redewendungen vor, wie etwa in die Beschreibung der Eigenschaften der Hauptpersonen. Welcher Funktion diese Wiederholungen unterliegen und welche Wirkung sie hervorrufen wird im Folgenden zu klären sein. Bevor jedoch darauf eingegangen werden kann, ist es unabdingbar, das Stilmittel der Wiederholung zu belegen und daraufhin auf mögliche Schlüsse der Ursachen dessen einzugehen.
2. Adjektivische Wiederholungen
Die auffälligsten Wiederholungen sind Adjektive, die die Hauptpersonen beschreiben. So wird Morolf, zweifellos der Held des Epos, mit mehreren Umschreibungen bedacht. Eine der der am häufigsten aufzufindende ist der 'listige man', was am besten mit 'der Listenreiche' übersetzt wird. Diese Bezeichnung wird hauptsächlich und gerade dann genannt, wenn die Listigkeit Morolfs herausgestellt werden soll, ab er auch in unpassenden Situationen. Als Beleg und Beispiel sollen zwei Begebenheiten dienen."
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