Der Coup / Band 4

Der Coup / Band 4

2010 - Das Massaker von Ratchaprasong

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Author: Mark Teufel
Length: 2616 page(s)
Language: Deutsch
Written: Oct 2010
Sales Rank: 156 XinXii Sales Rank
Views: 6789

Category: Business & Politics » Politics  |  Work: Textbook
Keywords: Siam, Thailand, Demokratiebewegung, Abhisit Vejjajiva, Anupong Paochinda, Democrat Party, Prem Tinsulanonda, UDD, United front for Democracy, Puea Thai, Thaksin Shinawatra, Ratchaprasong, Ratjaprasong, Massaker, Scharfschützen, Militär, Coup, Militärcoup

Forderungen nach Neuwahlen werden von Soldaten nieder geschossen

2010 – Die Demonstrationen werden immer größer. Das Hauptargument der Regierungsgegner ist die eindeutige Ungleichbehandlung der Justiz. Die gewalttätigen Demonstrationen von 2008 sind immer noch nicht gerichtlich aufgearbeitet worden, ein Hauptredner der PAD wurde Außenminister, andere Berater der Regierung. In einem Fall wiesen die Demonstranten nach, dass ein Kronrat, der im Jahr 2008 als Premierminister der Putschisten fungiert hatte, General Surayud, sein Haus illegal auf Naturschutzgebiet gebaut hatte und zwangen die Behörden durch Großkundgebungen dazu, Surayud zum Abriss des Hauses und Rückgabe des Grundstückes aufzufordern. Eine Bestrafung der Tat, wie sie „normale“ Bürger zu erleiden hatten, konnte aber nicht durchgesetzt werden. … Im März fand die größte Demonstration in Bangkok seit 1973 statt. Über 300.000 Demonstranten fuhren unter dem Jubel vieler Passanten durch Bangkok und campierten schließlich auf einer Kreuzung, die im vornehmsten Einkaufsviertel der Stadt liegt. … Die Regierung schrieb der Bewegung verschiedene Bombenanschläge zu und startet am 10.04.2010 einen Angriff mit Regierungstruppen unter dem gleichen Befehlshaber wie 2009. Dieses mal tauchte aber eine kleine Gruppe von Bewaffneten auf, die den kommandierenden General töteten und Scharfschützen der Armee, die nach Meinung ausländischer Beobachter mehr als ein dutzend unbewaffneter Demonstranten erschossen hatten, unter Feuer nahmen. … Die Armee musste sich schließlich zurückziehen und hinterließ gepanzerte Fahrzeuge und einen Berg von Kriegswaffen. … Am 13.05.2010 erschossen Scharfschützen einen Anführer der Demonstranten, der von sich selbst behauptete, sich um die Sicherheit der Demonstranten zu kümmern und dann richtete die Armee eine „Zone in der scharf geschossen wird" ein, in der in den darauf folgenden Tagen zahlreiche unbewaffnete Passanten erschossen wurden. Am 19.05.2010 stürmte ein Aufgebot der Streitkräfte, das größer war als die Invasionsarmee der Briten im Irak, die Kreuzung Ratchaprasong, wobei Spezialkräfte aller Waffengattungen, gepanzerte Fahrzeuge und Unmengen von auch schwerem Kriegswaffen eingesetzt wurden. Es wurde kein einziger der behaupteten „Terroristen“ festgenommen oder getötet, jedoch gab es vereinzelte Schusswechsel von Bewaffneten mit Soldaten. Am Ende des Tages war die Zahl der Todesopfer auf 91 gestiegen, fast ausschließlich unbewaffnete Zivilisten. Über 2000 Menschen waren zum großen Teil schwer verletzt worden und werden ihr Leben lang unter der Verletzung leiden. Hunderte von Demonstranten wurden über Monate ohne Anklage inhaftiert und werden nun wegen „Terrorismus“ angeklagt.


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