Crysarra wird gezwungen, einen der gefürchteten Elben zu heiraten
Die junge Witwe Crysarra wird gezwungen, einen der gefürchteten Elben zu heiraten. Voller Angst erwartet sie die Zeremonie, die sie für immer an ihren neuen Gatten binden wird und damit an ein Leben voller Schmerz an der Seite eines grausamen Kriegsherren.
Doch ist es möglich, dass ihre Befürchtungen nur Vorurteilen entspringen und Quurow nicht der Tyrann ist, für den sie ihn hält?
Wörter: 4.585
Romance, Romantisch, Liebe, romantisch, Kurzgeschichte, Abenteuer, Liebe, Fantasy, Verführung
Leseprobe:
„Du kannst doch nicht immer singen! Du bringst dich in Gefahr!“ Sino drehte sich empört zu seiner Schwägerin um. „Du gefährdest auch uns. Die neuen Herren sind nicht begeistert, wenn Menschen durch leichtfertige Lieder zu Aufstand und Krieg angestiftet werden.“ Crysarra wurde erst bleich, dann rot und stieß wütend hervor: „Ich habe keine andere Wahl. Ich muss nächsten Monat meine Steuern bezahlen, sonst werde ich wie ein Stück Vieh verkauft. Außerdem singe ich keine aufrührerischen Lieder, sondern nur zur Unterhaltung. Unsere neuen Herren zahlen so gut, dass ich davon leben kann.“ Sie schlug das letzte Stück ein und verschnürte es. „Wenn es einen anderen Weg gäbe, wäre ich ihn längst gegangen. Aber keiner will mich heiraten, weil ich angeblich wie die neuen Herren, die Südelben, Zauberei betreibe. Jeder im Dorf behauptet, ich sammle Kräuter bei Vollmond und bespreche sie, so dass Männer und Frauen verhext werden und Böses tun. Soll ich lieber verhungern?“
Sino brummelte etwas Unverständliches in seinen Bart und lud Crysarras Päckchen auf. Mit so einer Schwägerin war man als einfacher Pferdezüchter in diesem Land und in diesen Zeiten gestraft! Er hätte sie gern mit dem Gürtel gezüchtigt, aber in der Öffentlichkeit wurde das mittlerweile bestraft. Dabei hatte er nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sie so zur Ordnung zu rufen.
Zum Glück lief Crysarras Zeit bei ihnen ohnehin ab. Die Südelben, die seit nunmehr zehn Jahren die Herrschaft hier im ehemaligen Menschenreich übernommen und endlich etwas wie Frieden geschaffen hatten, ließen Menschenfrauen in ihrem Alter nur sechs Monate Zeit, eine neue Ehe mit einem Menschenmann einzugehen. Denn gebärfähige Frauen waren in diesen Zeiten zu kostbar, um als Witwen allein zu leben.
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About the Author
D. Chriffie ist Jahrgang 1969, lebt in Bayern, liest gerne und liebt Kinofilme. Sie hat eine Vorliebe für historische Handlungsorte und Fantasy und kann dabei ihr umfassendes Wissen gekonnt einsetzen.
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