Die Effizienz des Bundeskanzleramts im Regierungsprozess
Ein Vergleich von 1949 bis heute
Category: Sciences & Research »
Humanities |
Work: Term paper
Keywords: Bundeskanzleramt,
Regierung,
Prozess,
Regierungsprozess,
Effizienz,
Effektivität,
Kabinett,
Ressort,
Adenauer,
Brandt,
Merkel,
Bonn,
Berlin,
GG,
Grundgesetz,
Knoll,
CDU,
SPD,
Gruppe,
Referat
Diese Arbeit wurde im August 2012 mit der Note 1,7 bewertet.
Viele deutsche Bürger kennen das Bundeskanzleramt in Berlin nur als das „Heck“ eines schiffsähnlichen Gebäudekomplexes, zwischen dem sich die Spree hindurch schlängelt. Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel hier ihren „Sitz“ hat, ist vielen aufgrund der Namensgebung der Regierungszentrale ebenfalls noch bekannt. Wie jedoch die inneren Strukturen aussehen und welchen Einfluss das Bundeskanzleramt im Regierungssystem entfaltet, dürfte den wenigsten Bürgern bekannt sein. Darunter sind auch Politikwissenschaftler einzuschließen, bildete das Bundeskanzleramt doch über einen großen Zeitraum nicht das Zentrum des politikwissenschaftlichen Interesses. Thomas Knoll führt in seiner Dissertation als Grund für die „relativ geringe Quantität der Forschung im Bereich des Bundeskanzleramtes“ auf, dass Forscher sich einem „Zugangsproblem […] zum Gegenstand […] [ihres] Erkenntnisinteresses“ gegenüber sehen. „Regierungszentralen sind als Machtzentren gegenüber Einblicken von außerhalb äußerst sensible Bereiche politischer Systeme und öffnen sich dem außenstehenden Betrachter kaum.“ (Knoll 2004: 18)
Bekannt ist, dass das Bundeskanzleramt im politischen Entscheidungs- und Regierungsprozess als Beratungs- und Informationsinstitution für den Bundeskanzler als Regierungsoberhaupt eine wichtige Rolle einnimmt. Was hier auf der Tagesordnung steht, ist definitiv von hoher politischer Bedeutung.
Diese Arbeit soll versuchen, einen bescheidenden Beitrag zur Schließung der von Knoll erkannten Forschungslücke zu leisten. Nachdem die Einordnung des Bundeskanzleramtes im Regierungsprozess beschrieben wurde, wird eine Frage sein, ob sich neben der Anzahl der Mitarbeiter im Laufe der Zeit auch grundlegende Strukturen im Bundeskanzleramt geändert haben und wenn ja, ob dies Einfluss auf die „Leistungsfähigkeit […] [der] Regierungszentrale“ (Helms 2009: 387) im Regierungssystem hatte. Daneben lässt sich weiterhin die Frage stellen, wie viel Einfluss auf die Effizienz im Regierungssystem vom jeweiligen Bundeskanzler selbst ausging. Dieser Frage vorausgehen wird der Versuch einer Definition von „Effizienz“. Am Ende soll sich in einer abschließenden Betrachtung der Frage gewidmet werden, ob der Wandel von Strukturen im Bundeskanzleramt zu mehr Effizienz führt oder nicht.
Aufgrund des oben beschriebenen mangelnden Interesses am Bundeskanzleramt im Regierungsprozess stellt sich die Literaturlage als nicht sehr ausdifferenziert oder vielfältig dar. Stützen wird sich die Arbeit hauptsächlich auf die Texte von Knoll und Müller-Rommel/Pieper, drei der im deutschsprachigen Raum – zumindest nach dem Umfang der von ihnen veröffentlichten Literatur zu schließen – ausgewiesensten Experten zum Thema Bundeskanzleramt.
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About the Author
Nach Erlangung seiner Hochschulreife im Juni 2009 und einem 14-monatigen Wehrdienst, nahm Florian Neugebauer zum Wintersemester 2010 ein Studium der Politikwissenschaft und des Öffentlichen Rechts an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena auf. Seit Anfang 2012 ist er im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Professur für Internationale Organisationen und Globalisierung als studentische Hilfskraft eingestellt.
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