Dieser Text beschäftigt sich mit den Folgen der Weltfinanzkrise am Beispiel Islands. Hierzu soll zunächst kurz auf die Entstehung und den Verlauf der Weltfinanzkrise eingegangen werden, deren Beginn in der US-amerikanischen Immobilienkrise gesehen werden kann. Im Anschluss sollen die finanzpolitischen Entwicklungen in Island beleuchtet werden, die letztlich zur Verstaatlichung der drei Großbanken dieses Kleinstaates geführt haben.
Ziel der vorliegenden Analyse ist es, die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile näher zu beleuchten. Daher sollen in diesem Zusammenhang Risiken und Gefahren einer solchen staatlichen Intervention skizziert werden.
Auch die brisanten gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Island, beispielsweise die seit Herbst des Jahres 2008 stattfindenden Massenproteste gegen die Regierung werden hier thematisiert. Ihren Höhenpunkt fanden besagte Proteste im Sturz der derzeit amtierenden Regierung und der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen. In diesem Zusammenhang steht das geschwundene Vertrauen der Bürger in die staatlichen Repräsentanten im Zentrum.
Hierbei stellt die Entscheidung des isländischen Parlaments, gegen den ehemalige Regierungschef Geir Haarde ein sogenanntes Reichsgerichtsverfahren einzuleiten ein Novum in der Geschichte der unabhägigen Inselrepublik dar.
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