Lern- und Leistungsmotivation in der Schule

Theorien und Beobachtungen zur Lern- und Leistungsmotivation

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Author: Ruby Mapet
Length: 22 page(s)
Language: Deutsch
Written: Apr 2008
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Category: Education & Teaching » Teacher / Teaching Material  |  Work: Term paper
Keywords: Lernmotivation, Leistungsmotivation, Schule, Bernhard Schlag, Leistung

Theorien und Beobachtungen zur Lern- und Leistungsmotivation

In dieser Arbeit wird Bernhard Schlags Theorie zur Förderung der Lern- und Leistungsmotivation in der Schule vorgestellt und sodann auf dieser Grundlage das Verhalten der beobachteten Schülerin analysiert.

Die Leistung eines Schülers hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab.

Zum einen ist dies sein Können, also seine Fähigkeit, das Verlangte zu leisten. Lern- und Leistungsunterschiede können jedoch nicht allein mit Rückgriff auf Eigenschaften wie Intelligenz und Begabung erklärt werden (vgl. Wegge 1998, S. 49). Der zweite Faktor ist die Bereitschaft des Schülers, sich anzustrengen, um eine bestimmte Leistung zu erbringen. Der Schüler setzt sich selbst Ziele, die eine „entscheidende Größe für die zu erwartenden Leistungsresultate“ darstellen (Wegge 1998, S. 6). Die Lern- und Leistungsmotivation ist somit für den Lernerfolg ebenso wichtig wie die Begabung eines Schülers. Motivation kann definiert werden als „eine Sammelbezeichnung für vielerlei Prozesse und Effekte, deren gemeinsamer Kern darin besteht, dass ein Lebewesen sein Verhalten um der erwarteten Folgen willen auswählt und hinsichtlich Richtung und Energieaufwand steuert.“ (Heckhausen 1989, S.10)

Lern- und Leistungsziele sind die „Vornahmen einer Person, die sich auf zukünftige Handlungsergebnisse beziehen“ (Wegge 1998, S.3). Gerade in der Schule ist es jedoch üblich, dass andere Personen die jeweils anzustrebenden Ziele nahelegen oder sie direkt vorgeben (vgl. ebd., S.3). Daher gehört es zu den Aufgaben der Schule bzw. des Lehrers, die Motivation von Schülern zu fördern. Da sich deren Interessen oft nicht mit denen des Unterrichts decken, haben Pädagogen Motivationsarbeit zu leisten. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Schüler sollen nicht lediglich zu konkreten Handlungen motiviert werden, sondern sollen lernen, bei sich selbst bestimmte Motive anzuregen. Motive können beispielsweise sein: Leistung, sozialer Anspruch, Macht oder Aggressivität (vgl. Heckhausen 1989, S. 16). Sie sind ein „hypothetisches Konstrukt“ (Heckhausen 1989, S. 10), also etwas Ausgedachtes, nicht unmittelbar Beobachtbares. Sie sind Ursache für das Entstehen von Beweggründen des Handelns (vgl. Wegge 1998, S. 26) und müssen in jeder einzelnen Situation gesondert entwickelt werden. Die Gesamtheit der Motive in einer bestimmten Situation wird als Motivation bezeichnet. In diesem Sinne ist die Entwicklung der Lern- und Leistungsmotivation eines der wichtigsten Ziele der Schule (vgl. Schlag, 1995, S. 10).

Leistungsmotivation hat im Idealfall das Erreichen des persönlichen Gütemaßstabes zum Ziel, so dass von außen auferlegter Leistungsdruck nicht zur Leistungsmotivation führt. Diese kann jedoch dadurch erreicht werden, dass der Schüler die von außen verlangte Leistung zu seinem eigenen Ziel macht. Neben kognitiven Bedürfnissen spielen auch soziale und emotionale Motive bei der Lern- und Leistungsmotivation eine wichtige Rolle. Die meisten Schüler verspüren ein Bedürfnis nach Zuneigung und Geborgenheit. Hinzu kommt das Bedürfnis nach Geltung und Anerkennung, so dass die sozialen Beziehungen zwischen Lehrer und Schüler eine nicht unwesentliche Rolle bei der Lernmotivation spielen. Faktoren wie Neugier und Interesse des Schülers an einer Sache, an einem unbekannten Sachverhalt sind die wohl offensichtlichsten Motive, die die Lern- und Leistungsmotivation zu steigern vermögen (vgl. Schlag, 1995, S. 18 f.).


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Member since: Jan 2008
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Seit 5/2008: Fest angestellte Journalistin

Studium:
10/2005 – 09/2007 Masterstudium Europäische Kultur und Wirtschaft, Bochum
Schwerpunkt: Politik
Abschluss: Master of Arts in European Culture and Economy (1,0)

04/2004 – 05/2005 Bachelorstudium Geografie / Politikwissenschaft, Bochum
Abschluss: Bachelor of Arts (1,3)
10/2000 – 03/2004 Lehramtsstudium Geografie / Sozialwissenschaften, Bochum

Studienbegleitende Tätigkeiten
Freie Mitarbeit bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ):
Lokalredaktionen Hattingen, Witten, Dortmund

10/2005 – 05/2006 Kooperationsprojekt Conauto, Bochum
Inccas – Intercultural Consultancy and Studies; Lehrstuhl für
Organisationssoziologie und Mitbestimmungsforschung
Schwerpunkte: Pressearbeit; Übersetzungen deutsch-spanisch

Zahlreiche Praktika im journalistischen Bereich

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