Marketing in der ambulante Pflege

Problemfelder bei Ambulanten Pflegediensten

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Author: Dietmar Kern
Length: 219 page(s)
Language: Deutsch
Written: 2009
Sales Rank: 82 XinXii Sales Rank
Views: 671

Category: Business & Politics » Marketing & Sales  |  Work: Guidebook
Keywords: Pflegedienste, ambulante Pflegedienste, Altenpflege, Betreuung, Einrichtungen, Marketing, Führung

Steigendes Qualitätsbewusstsein erfordern ein Umdenken

Burn-Out, strukturelle Gewalt, Pflegenotstand und demographischer Wandel sind Kernbegriffe, mit denen Medien die momentane Situation in der Altenpflege beschreiben. Wer die Probleme in der Altenhilfe kennt, weiß auch, dass ein großer Handlungsbedarf besteht. Pflegestudien-gänge und wissenschaftliche Zeitschriften gelten als Hinweise, die auf Lösungen für Probleme in der Pflege hoffen lassen. Dennoch überfordert sich die Pflege als akademische Disziplin selbst, wenn sie sich von anderen wissenschaftlichen Disziplinen abgrenzt. Zumal Pflegende zunehmend administrative Aufgaben bewältigen müssen.

Insbesondere für leitende Pflegekräfte gewinnt die Betriebswirtschaft wieder an Bedeutung. Denn es ist notwendig, das vorhandene Wissen aufzugreifen, um aus den vorhandenen Erfah-rungen zu profitieren. Qualitätsmanagement wird bereits vom Gesetzgeber vorgeschrieben und auch den Begriff Marktorientierung findet man immer häufiger in den Pflegezeitschriften. Diese ökonomischen Überlegungen sind auf die Einführung der Pflegeversicherung zurückzuführen, die den Pflegemarkt für Anbieter attraktiver macht. Der daraus resultierende Wettbewerbsdruck und der demographische Wandel in Deutschland sind Bedingungen, die Marketing in der Alten-hilfe erforderlich machen.

Obwohl die Tagespflegen Pflegebedürftige sinnvoll fördern und die Angehörigen entlasten, sind ein Viertel der Tagespflegeplätze unbesetzt. Studien zeigen, dass bei nachlassender Intensität des Marketing die Nachfrage nach der teilstationären Betreuung sinkt. In Folge dessen müssen sich diffus positionierte Einrichtungen mit einer Nutzerstruktur vertraut machen, die eine geron-tologisch anspruchsvolle Arbeit nicht mehr ermöglicht.

Demnach besteht die Gefahr, dass es bei den Mitarbeitern wie auch bei den Kunden zu Moti-vationsverlusten kommt. Mit der Folge, dass die Einrichtungen stark an Ansehen in der Öffent-lichkeit verlieren. Denn ein Umzug ins Heim ist für alte Menschen mit vielen Verlusten verbun-den. Sie verlieren neben ihrer vertrauten Umgebung häufig auch ihre Intimsphäre. Dies lässt sich besonders oft bei einer Unterbringung in Mehrbettzimmern feststellen. Dagegen bestätigen Studien, dass sich durch die Inanspruchnahme einer gerontopsychiatrischen Tagespflege eine vollständige Versorgung vermeiden lässt. Denn gerade die Tagespflege bietet viele Chancen für hoch betagte Senioren. Sie bietet Schutz und eine sichere Versorgung. Die Gäste können Kontakte pflegen und Freundschaften schließen, ohne aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen zu werden.


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About the Author

Dietmar Kern | Author on XinXii.com

Member since: Aug 2009
Publications on XinXii:  13
Dietmar Kern, Jahrgang 1957

- Lehrbeauftragter an der Akademie für Kommunikation (1990-1999)
- Dozent für Steuerwesen am Bildungswerk der Dt. Angestellten-Gewerkschaft e.V. (1990-1994)
- Dozent an der Akademie für Computertraining (1995-1997)
- Aufsichtsratsvorsitzender der Kurhessischen Treuhand-Immobilien AG (1998-2004)
- Fachpublizist bei verschiedenen Wirtschaftsverlagen (seit 1989)

Buchautor mit Spezialgebieten Steuer- und Erbrecht, Geldanlage und Verbraucherschutz, Mitarbeiter- und Unternehmensführung sowie Existenzgründungs- und Unternehmensberatung bei verschiedenen Online-Portalen.

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