Nie mehr trinken will ich nicht !

Nie mehr trinken will ich nicht !

Ratgeber zum gesundheitsverträglichen Umgang mit dem Alkohol

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Author: Carl Betze
Length: 165 Buchseiten page(s)
Language: Deutsch
Written: Aug 2008
Sales Rank: 80 XinXii Sales Rank
Views: 1726

Category: Guidebooks » Self-Improvement  |  Work: Guidebook
Keywords: Ratgeber, Lebenshilfe, Sucht, Alkohol, Trinken, Gesundheit

unter Einhaltung gewisser Verhaltensregeln den Alkoholkonsum kontrolli

Expose / Vorwort

“Voraussetzung für das erfolgreiche Aufhören mit dem Trinken ist, dass sie sagen: Ich will keinen Alkohol mehr trinken“.
In nahezu jedem Ratgeber, jedem Bericht über den übermäßigen Konsum von Alkohol –und ich habe unzählige davon gelesen- war dies der Satz, an dem ich zumindest stockte und sogar oft bereits die Lektüre beendete.
Denn das werde ich NIE sagen, zumindest würde ich, und das ist das Wesentliche, niemals so empfinden.
Auf den Alkohol, das heißt bei mir fast ausschließlich auf das heißgeliebte Bier, für den Rest meines Lebens zu verzichten – undenkbar.
Weder auf den Geschmack, noch auf die euphorisierende Wirkung, die ich –in Grenzen- immer genossen habe.
Die meisten Menschen neigen dazu, ihre Trinkgewohnheiten und die daraus resultierenden Probleme zu verharmlosen. Dabei gehen Alkoholprobleme durch alle sozialen Schichten.
Der Arbeiter in der Fabrik kann genau so betroffen sein wie der Richter oder der Unternehmer, der Arzt und der Pilot, der Millionär und der Obdachlose, die Hausfrau und die Chefsekretärin.
Der Alkohol kann Menschen aggressiv machen.
Wer kennt nicht aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen Geschichten über wüste Kneipenschlägereien, wo oft, bedingt durch ein zuvor heftiges Zechgelage, ein Wort das andere ergibt, und, meist, weil man im Laufe des Abends der Worte nicht mehr fähig ist, eine körperliche Auseinandersetzung die Folge ist.
Auch in den heimischen vier Wänden geht ein oft durch Belanglosigkeiten entstandener Streit vielfach mit dem Konsum von Alkohol einher.
Der Alkohol kann Menschen depressiv machen. Für sie verstärkt sich durch den Einfluss des Äthanols, subjektiv betrachtet, dass Problem, das man mit gerade eben diesem doch eigentlich hatte bekämpfen oder betäuben wollen.
Der Alkohol kann Glücksgefühle temporär verstärken und Menschen zunehmend lustig bzw. bei übermäßigem Konsum bisweilen auch albern werden lassen.
Ich gehöre zweifelsfrei dieser letzten Spezies an und schon geringe Mengen bewirken, dass ich mich besser fühle, einfach euphorischer, optimistischer...glücklicher !
Mir geht es immer, ja wirklich immer, besser, wenn ich die ersten ein, zwei Flaschen Bier geleert habe.
Ich freue mich NOCH mehr auf bevorstehende Ereignisse wie Urlaub, Feste etc., meine Wohnung erscheint mir NOCH gemütlicher, das Spielen mit meinem 4beinigen Freund macht mir NOCH mehr Spaß, die Beziehung zu meiner Partnerin oder meinen Freunden wirkt auf mich NOCH erfüllender.
Kurz: ich trinke gerne, in meinem Fall bis auf das ein’ oder andere Gläschen Wein zum Essen gleichbedeutend mit : ich trinke gerne Bier !
Nur: da ist ja leider noch der andere Aspekt, die vielzitierte Kehrseite der Medaille: Alkohol, in den Mengen genossen, in denen ich ihn in den letzten 2 1/2 Jahrzehnten meines Lebens meistens konsumierte, ist –ohne wenn und aber, gerade der Vieltrinker neigt dazu, diesen Aspekt immer wieder zu verharmlosen-, wie jeder weiß extrem gesundheitsschädlich und kann zu gravierenden körperlichen Beeinträchtigungen führen.
Darüber hinaus, für mich als äußerst eitlen Zeitgenossen auch nicht von minderer Bedeutung, lässt auch bei regelmäßiger sportlicher Betätigung sowie einer meist durchaus gesunden und ausgewogenen Ernährung nach einem gewissen Zeitraum das optische Erscheinungsbild den starken Alkoholkonsum erahnen. Oftmals glasige Augen, ein fülliges Gesicht, der Ansatz eines Bierbauchs. Eine Flasche Bier (0,5l) hat nun einmal ca. 250kcal, die sich auf Dauer nicht verleugnen lassen.
Für mich stellte sich die Situation letztlich folgendermaßen dar: Ganz auf den Alkohol zu verzichten war mir nicht möglich, „so weitermachen“ wie bisher durfte nicht in Frage kommen, ergo musste es einen anderen Weg geben – und zwar den, nicht auf den Konsum von Alkohol zu verzichten, sondern mit ihm, schlechtestenfalls im Grenzbereich zwischen „gerade noch vertretbar“ und „gesundheitsschädlich“, umgehen zu können.

In Zeiten wie diesen, in denen aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Leistungsdruck auf Unternehmen und damit deren Mitarbeiter wächst, und immer mehr Menschen von Arbeitslosigkeit und materiellen Problemen betroffen sind, nimmt die Gefahr des zunehmenden Konsums von Alkohol zur Stressbewältigung und um die persönliche Situation zu verdrängen, sicher zu.
Nach den neuesten Statistiken trinken etwa 90% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland Alkohol.
Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland trinken nach Angaben der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) dabei des Guten zu viel.
Menschen wie mir, in der gängigen Literatur of als „Vieltrinker“, auf jeden Fall aber als „alkoholgefährdet“ beschrieben, würde zwar wohl fast jeder Arzt sagen, der einzige Weg bestünde in einem radikalen Verzicht auf den Verzehr von Alkohol, doch nach langen Jahren hoffe ich für mich einen Weg gefunden zu haben , um behaupten zu können : „es geht auch anders“.
Diesen will ich im folgenden beschreiben, um Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, und derer gibt es sicherlich viele, einen Weg aufzuzeigen, auf dem zumindest die Kontrolle über den Alkohol, in Form eines womöglich noch gesundheitsverträglichen Trinkens, erreicht werden kann.
Ich will MIT Alkohol leben – und das möglichst lange !

Um die folgenden Ausführungen und Anregungen transparenter zu machen, vorab kurz einige Hintergrundinformationen zu meiner Person.
Ich befinde mich in den 40ern, bin von Beruf Diplom-Kaufmann mit Abschluss an der Universität zu Köln, welcher mir momentan aber recht wenig weiterhilft, denn ich gehöre zu den momentan etwa 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland.
Ich lebe mit meinem Hund in einer deutschen Großstadt und bin ledig, aber fest liiert.
Soviel als kleines „Selbstportrait“.
Wichtiger, was meine Person im Zusammenhang mit dem vorliegenden Buch betrifft, ist natürlich meine „Ist-Situation“ in Sachen Alkohol.
Verglichen mit den letzten Jahren bin ich diesbezüglich eigentlich eher zufrieden, ich denke, ich habe den Verzehr von alkoholischen Getränken in Richtung eines für mich akzeptablen und für meine Gesundheit verträglichen Umfanges reduziert.
Das heißt konkret: ich trinke an durchschnittlich drei bis vier von sieben Wochentagen Alkohol, fast ausschließlich Bier, und davon bis sechs zu Flaschen an den „Trinktagen“, ab und an einmal ein Glas Rose-Wein.
Die übrigen Wochentage trinke ich keinen Tropfen Alkohol, was auch bedeutet, dass auf verstecken Alkohol etwa in Desserts oder aber auch im Salatdressing (Weinessig ) konsequent verzichtet wird.
Für manchen Leser wird auch dies, zurecht , schon alarmierend klingen und für den ein’ oder anderen sind Menschen, die in der aufgezeigten Regelmäßigkeit derartige Mengen von Alkohol trinken, sicher Alkoholiker (eine eindeutige Definition dieses Begriffes erscheint schwer möglich), für diejenigen doch, die wie ich schon Phasen erlebt haben, in denen sie öfter und mehr getrunken haben, ist die beschriebene Ist-Situation bereits ein großer Fortschritt.
Ich weiß, wovon ich rede, glauben Sie es mir !
Fakt jedoch ist: mit dem oben beschriebenen Alkoholkonsum gehöre ich nach wie vor nach in Fachkreisen herrschender Meinung sicherlich zu den stark suchtgefährdeten Personen, bei denen negative gesundheitliche Beeinträchtigungen in Folge des Alkoholkonsums nicht auszuschließen sind.
Dessen bin ich mir vollends bewusst.
Nicht desto trotz bin ich mir sicher, dass die folgenden Ausführungen zumindest für diejenigen Personen hilfreich sein können, denen wie mir daran gelegen ist, den Alkoholkonsum zumindest einzuschränken.
Zudem kann der von mir im Folgenden beschriebene Weg auch als Zwischenschritt zur Erreichung der weiteren Reduzierung bzw. des kompletten Verzichts auf alkoholische Getränke angesehen werden.
Sie werden feststellen, dass, sobald eine Stabilisierung der Trinkgewohnheiten erst einmal erreicht ist, der Weg hin zu weiter sinkenden Trinkmengen durchaus möglich erscheint. Für mich war und ist dieses Buch auch eine Art Selbsttherapie, da es mir die umfangreiche Recherche zum Thema Alkohol und die Entwicklung meiner Verhaltensregeln im Umgang mit Alkohol ermöglicht haben, auch weiterhin gemäßigt und in bisher gesundheitsverträglicher Form Alkohol zu trinken.

Dieses Buch richtet sich an all diejenigen, die wie ich irgendwo in der Mitte zwischen Viel-Trinken und drohender Abhängigkeit stehen.
Es soll aufzeigen, wie mit einfachen, leicht verständlichen und doch wirkungsvollen Mitteln und Denkanstössen ein Weg gefunden werden kann, mit dem Alkohol gesundheitsverträglich umzugehen ohne völlig auf ihn verzichten zu müssen.
Es handelt sich bei meinem Buch um eine Kombination aus theoretisch-wissenschaftlichem Hintergrund zum Thema Alkohol, meiner eigenen Geschichte und dem daraus entwickelten möglichen Ausweg in Richtung eines gesundheitsverträglichen Trinkens.


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About the Author


Member since: Aug 2008
Publications on XinXii:  1
44 Jahre alt, von Beruf Diplom-Kaufmann, Beruflicher Werdegang: Controlling, GF im Abfallwirtschafts-/Entsorgungsbereich, früher zudem freier Mitarbeiter bei der "Kölnischen Rundschau" und dem "Kicker Sportmagazin".

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