Paradoxien der deutschen Sprache

Linguistische Zugänge und Lösungsmodelle

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Author: Florian Bayer
Length: 22 page(s)
Language: Deutsch
Written: Mar 2008
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Category: Sciences & Research » Humanities  |  Work: Term paper
Keywords: Paradoxon, Paradoxien, Deutsche Sprache, Sprachwissenschaft, Linguistik, Germanistik, Lexikologie, Semantik, Phonologie, Grelling, Cantor, Russel, Philosophie, Nietzsche, Oxymoron, Grelling, Antinomien

Paradoxien und Dilemmata in der deutschen Sprachwissenschaft

Ein kleines Kind hatte unvorsichtig an einem Teich gespielt, in dem es von Krokodilen nur so wimmelte und tatsächlich gelang es einem Krokodil das Kind in seiner Unachtsamkeit zu schnappen und zwischen seine Zähne zu legen. Die Mutter, die die drohende Gefahr ahnte, rannte schnell zu dem Gewässer und musste verzweifelt mitansehen, wie das Krokodil kurz davor war das Kind komplett zu verschlingen. Angesichts der Hoffnungslosigkeit dieser Situation begann sie heftig zu weinen, was das Tier sehr erboste, wollte es doch seine Mahlzeit in Ruhe genießen. „Kannst du nicht verschwinden?“ fragte es genervt, immer noch das bisher unverletzte Kind zwischen den Zähnen. „Du kannst dein Kind ohnehin nicht mehr retten, also verschwinde und lass mich in ruhe essen!“ Aber die Mutter hörte nicht auf zu weinen. „Es ist mein einziges Kind, bitte verschone es!“, schluchzte sie hervor. „Na gut“, sagte das verschlagene Krokodil: „Ich werde es frei lassen, wenn du mir sagen kannst, was ich als nächstes tun werde. „Oh nein, du wirst mein Kind töten!“, schrie die Mutter unter tränenerstickter Stimme. „Nein, genau falsch!“, erwiderte das Krokodil: „Ich wollte deinen Sprössling verschonen. Du hast falsch geraten, also lass mich in Ruhe essen!“ Die Mutter, die allerdings auch nicht dumm war, fasste sich wieder und sagte mit einem verschmitzten Lächeln: „Wenn du das Kind essen wirst, habe ich richtig geraten, also musst du es frei lassen!“ „Aber dann hättest du falsch geraten...“, erwiderte das Krokodil, kam aber direkt darauf ins Grübeln. Auch die Mutter schaute irritiert um sich und beide erkannten in welches Dilemma sie sich gebracht hatten....
(Ein klassisches griechisches Paradoxon)


Seit den Anfängen der Linguistik und der Philosophie hat es immer wieder Paradoxien und Probleme gegeben, die sich mit einfacher Logik nicht lösen lassen. Die Sprache hat es immer wieder genau wie die Mathematik geschafft aufzuzeigen, wo ihre Grenzen liegen und Wissenschaftler jedes Kulturkreises haben sich Gedanken darüber gemacht, wie Paradoxien entstehen, wie sie in der Welt wirken, vor allem allerdings, wie sie sich lösen lassen. Besonders die Mathematik und die Philosophie beschäftigen sich schon lange mit sprachlichen Ungereimtheiten. Was jedoch ebenso auffällt ist, dass dieses Thema in der Linguistik oft vernachlässigt wird. Dabei ist es aber gerade die Sprache, die teilweise durch falsche Benutzung, teilweise aus einer gewissen Motivation heraus immer wieder neue Paradoxien und semiotisch unverträgliche bzw. inkompatible Wendungen entstehen lässt.
Worin liegen die Ursachen, für diese Dilemma? Kann die Sprachwissenschaft unabhängig von anderen Geisteswissenschaften eigene Lösungswege finden? Und welchen Nutzen haben semantische Paradoxien für die Schreib- und Redekunst?
Auf diese Fragestellungen möchte ich in folgendem Text näher eingehen.


1. Allgemeine Darstellung der Problematik
1.1. Definition
1.2. Historisches

2. Paradoxien anderer Geisteswissenschaften
2.1. Mathematische Paradoxien
2.2. Philosophische Paradoxien


3. Linguistische Paradoxien
3.1. Das Heterolog/ Autolog – Dilemma nach Grelling
3.1.1. Darstellung
3.1.2. Lösungsansätze

3.2. Das klassische Lügen – Paradoxon
3.2.1. Darstellung
3.2.2. Lösungsansätze

3.3. Phonologische Paradoxien
3.3.1. Darstellung
3.3.2. Lösungsansätze


3.4. Unvereinbarkeit von Lexemen


4. Auswirkung linguistischer Paradoxien für die Poesie und die Literaturwissenschaft


5. Zusammenfassung und Ergebnisse


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About the Author

Florian Bayer | Author on XinXii.com

Member since: Mar 2008
Publications on XinXii:  11
- Student der Germanistik, Philosophie und Neueren Geschichte an der Universität Potsdam: Zwischenprüfung mit 1,0
- Freier Autor mit Lesebühnenerfahrung
- Dramaturg und Schauspieler

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