Steinzeit

Steinzeit

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Author: Karl-Heinz Giller
Length: 173 page(s)
Language: Deutsch
Written: Nov 2015
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Views: 1257

Category: Sciences & Research » Natural Sciences  |  Work: Textbook
Keywords: Evolution, Menschheit, Biologie, Darwin, Dawkins, Religion, Neandertaler, Neanderthaler, Homo spaiens, Homo erectus, Homo naledi, Homo, Zeitalter

Unsere Entwicklung aus dem Tierreich zu uns heutigen Menschen.

Die Abspaltung der Menschen aus dem Tierreich begann mit der Vertreibung von Affen aus dem Dschungel in die Vorwälder, das waren Waldinseln, umgeben von Savanne und ohne Baum-zu-Baum-Kontakt zum Dschungel. Der Dschungel war schon überfüllt und ging durch die jahrtausendelange Trockenzeit immer weiter zu zurück. An solch ein Leben in der halboffenen Savanne waren die Affen überhaupt nicht angepasst, sie hatte kaum Waffen, zur Verteidigung flüchteten ihre Dschungelnachbarn in das Urwaldgeäst. Vor allem aber hatte sie nicht die richtigen Instinkte. Ähnliche Situationen gab es in der Natur schon oft, entweder die Wechseltiere passten sich körperlich und in ihrer Instinktsteuerung dem neuen Lebensraum an – oder sie starben aus. Paviane haben als Savannenaffen beispielsweise ein großes gefährliches Gebiss und starke Krallen entwickelt und mit neuen Instinkten ein völlig anderes Sozialgefüge aufgebaut. Allerdings dauerte diese biologische Anpassung einige Millionen Jahre.
Unsere Vorfahren gingen einen anderen Weg. Zunächst entwickelte sich der aufrechte Gang. Jeder, der ein bisschen schneller, ein bisschen aufrechter von einem Wäldchen zum nächsten wechseln konnte, dessen Überlebenschancen wuchsen und damit auch seine Vermehrungsrate. Für die Raubtiere der Savanne waren zunächst diese merkwürdigen waffenlosen Bodenhumpler leichte Beute. Doch je aufrechter sie liefen, desto schneller konnten sie das hohe Savannengras durchqueren, desto besser war ihre Fernsicht.
Entscheidend war dann eine andere Entwicklung: Mehr Kopf – weniger Muskeln. Aus dem Mangel wurde eine Tugend. Statt schwerer Klauen wurden ihre Hände immer feiner und konnten damit Steine werfen, eine mächtige Fernwaffe. Statt Grabpfoten oder eine Grabschnauze zu entwickeln wie die Wildschweine, benutzten sie Stöcke und Antilopenhörner, um auch an die tiefstgelegenen Knollen heranzukommen. Zum Aufknacken von Markknochen brauchten sie kein Hyänengebiss, sie arbeiteten mit schweren Hausteinen. Wenn dann ein Stein zerbrach, konnten sie mit der Bruchkante die Knochen und Häuten abkratzen. Ihr Körper war nicht mehr das einzige Arbeitsmittel wie bei fast allen Tieren, er wurde für den Werkzeuggebrauch optimiert.
Als sie dann noch die instinktive Feuerangst überwanden, konnten sie immer öfter Fleisch garen lassen. Gegartes Fleisch ist leichter verdaulich, ihr Magen-Darm-System wurde entlastet, freie Ressourcen konnten für ein immer größer werdendes Gehirn umgelenkt werden. Weniger Bauch - mehr Hirn.
Diese Bevorzugung des Gehirnwachstums führte zu uns jetzigen Menschen. Ein großes Gehirn erkannte die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung und konnte gezielte Veränderungen vornehmen. Damit hat die Menschheit endgültig das Tierreich verlassen.
Bis zu uns heutigen Menschen waren noch viele Schritte notwendig. Unser heutiges Sozialverhalten, unsere Sexualität, unsere Arbeitsweise und vieles mehr wurde in der Steinzeit entwickelt und bestimmt noch heute unser Leben. Es geht nicht nur um interessante Urahnen, sondern wir erfahren auch Wahrheiten über uns selbst.


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About the Author

Karl-Heinz Giller | Author on XinXii.com

Member since: Dec 2015
Publications on XinXii:  1
Bitte schreib ein paar Zeilen über den Autor!
Seit meiner Jugend hatte ich ein brennendes Interesse an der Herkunft der Menschen. Mich faszinierte die Vorstellung, dass wir alle von Tieren abstammen und deren Erbgut in uns tragen. Ich las alle Bücher, die mir in die Hände fielen und drängte Lehrer und Bibliothekare, mir neue zu besorgen. Von den meisten Büchern jedoch war ich enttäuscht, sie waren buchstäblich knochentrocken, hangelten sich von einem Knochenfund zum nächsten und gingen nicht auf die Ursachen der Menschwerdung ein. Zum Beispiel gingen sie kaum auf die Zeit ein, in der die Frühmenschen noch kein Feuer selbst entzünden konnten, es aber von Steppenbränden mit zu ihrem Schlafplatz brachten und dort ein Dauerfeuer unterhielten.
Ich hatte dies selbst probiert und versucht, einen brennenden Ast über viele hundert Meter nach Hause zu tragen. Das war viel schwieriger, als ich es mit vorgestellt hatte. Dabei hatte ich sogar große Vorteile gegenüber unseren Urahnen: Ich hatte eine klare Absicht, ging zielorientiert vor und dachte mir Trage-Strategien aus. Alles mit meinem Homo sapiens-Gehirn und ohne angeborene panische Feuerangst. Nie ist es mir gelungen, ein dauerhaftes Lagerfeuer am Brennen zu halten. Auch die Unterstützung von Freunden half da nicht, wir stellten zwar gute Zeit- und Arbeitspläne auf, aber sie wurden kaum eingehalten.
Bei den Diskussionen im Freundeskreis wurde uns allen klar, dass Feuer-Bewahren bereits eine Höchstleistung der frühen Menschheit war. Wir stellten Hypothesen auf, wie es überhaupt zu dieser Entwicklung gekommen sein könnte, dem systematische Absuchen nach einem Buschbrand und die Entdeckung, dass angebranntes Fleisch besonders gut schmeckt, allerdings machen das einige Tiere auch. Doch wenn sie tote, unverbrannte Tiere in ein Glutnest warfen oder das Feuer mit Holz am Brennen erhielten, dann hatten sie das Tierreich bereits verlassen, lange vor dem Wunsch und der Fähigkeit, das Feuer zu ihrer Schlafstelle zu bringen.
Der Freundeskreis löste sie auf, jeder ging seinen eigenen Weg, ich blieb meinem Lebensthema Evolution treu. Dabei versuchte ich, mich mehr an Erkenntnissen und Fähigkeiten zu orientieren, als nur nach den Knochenfunden. Was war der Antrieb, warum haben wir uns so hoch über das Tierreich hinaus entwickelt? Ist ein größeres Gehirn ein Meilenstein, oder ist es eine neue Erkenntnis, die ein größeres Gehirn begünstigt. Braucht man zur Erklärung Personifizierungen wie den lieben Gott, Mütterchen Natur oder Mr. Evolution - oder reicht die Erhöhung der Fortpflanzungs-Chancen aus?
Mein Wissen habe ich in den beiden Büchern "Hetzjagd" und "Steinzeit" niedergeschrieben und hoffe, damit ein wenig zur Weiterverbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen beizutragen.

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