Evaluation zur Qualitätssicherung von IBA (N: 1,0)

Empfehlungen anhand einer Fallanalyse der IBA Hamburg 2013

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Autor: Jana Gienke
Umfang: 149 Seite(n)
Verfasst: Dez. 2011
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Kategorie: Wissenschaft & Forschung » Ingenieurwissenschaften  |  Publikationsart: Diplom- / Magisterarbeit
Stichworte: Internationale Bauausstellung, IBA Hamburg, Wilhelmsburg, Stadtentwicklung, Evaluation, Monitoring, Qualitätssicherung, Stadtentwicklungsprojekte, Großprojekte, Innovation

Grenzen und Möglichkeiten der Evaluation Internationaler Bauausstellungen

Im Laufe ihres über hundertjährigen Bestehens entwickelten sich Internationale Bauausstellungen (IBA) zu einem zunehmend komplexen und einzigartigen Instrument der deutschen Stadt- und Regionalpolitik. Mit ihrem Anspruch an Qualität, Innovationen und Vorzeigbarkeit der Projekte und Verfahren erfahren sie insbesondere seit der IBA Emscher Park unter dem Label „IBA“ eine zunehmende Anerkennung und Beliebtheit. Die beobachtete „Häufung“ von IBA hatte jedoch die Sorge um eine Inflationierung oder Verflachung dieses Formates zur Folge. Im Rahmen der daraus entstandenen Diskussion um eine Qualitätssicherung des Instrumentes wurde das Forschungsprojekt „Die Zukunft Internationaler Bauausstellungen“ durchgeführt. Anhand einer Fallstudie der IBA Fürst-Pückler-Land wurden Funktionslogiken von IBA aufgedeckt und Handlungsempfehlungen zur Durchführung von IBA entwickelt, die als erster Schritt zu einem Monitoring für IBA zu verstehen sind.
Diese Diplomarbeit knüpft an die bisherigen Diskussionen und Erkenntnisse an, indem – nach einer theoretischen Abhandlung der Themenfelder „Internationale Bauausstellungen“ und „Evaluation“ – eine Fallanalyse der IBA Hamburg 2013 durchgeführt wird. Auf Grundlage von Literaturrecherchen, persönlichen Erfahrungen bzw. Mitteilungen sowie einer Reihe ausführlicher Experteninterviews werden erweiterte Kenntnisse zu den Funktionslogiken bzw. Erfolgsfaktoren von IBA erarbeitet. Nach einem Vergleich mit den Ergebnissen des o. g. Forschungsprojektes zur IBA Fürst-Pückler-Land werden in dem ersten konzeptionellen Teil der Arbeit überarbeitete und erweiterte Handlungsempfehlungen zur Durchführung einer IBA formuliert. Besondere Beachtung erfahren dabei die zehn Empfehlungen des 2009 veröffentlichten „Memorandum zur Zukunft Internationaler Bauausstellung“, die als übergeordnete Qualitätskriterien für IBA fungieren sollen. Im Hinblick auf die eventuelle zukünftige Entwicklung eines Evaluations- oder Monitoringverfahrens werden diese Empfehlungen in einem – flexibel handhabbaren – Phasenmodell mit sechs idealtypischen Phasen einer IBA dargestellt.
Weiterführende Hinweise zur Evaluation von Internationalen Bauausstellungen werden im zweiten konzeptionellen Teil der Arbeit gegeben. Anhand der theoretischen Grundlagen und Vorüberlegungen zu den Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer IBA-Evaluation sowie der empirischen Ergebnisse zu den vergleichsweise umfangreichen verwendeten evaluativen Vorgehensweisen der IBA Hamburg werden drei Ebenen einer IBA herausgearbeitet: die übergeordnete Ebene des IBA-Formates, die Gesamtebene einer spezifischen IBA und die Projektebene einer spezifischen IBA. Aufgrund der unterschiedlich konkreten Ziele auf den verschiedenen Ebenen erfordern die entsprechenden Evaluationsbausteine jeweils unterschiedliche Bewertungskriterien, Zeitpunkte, Beteiligte und Methoden.
Schlussfolgernd wird argumentiert, dass die Eigenschaften einer IBA – wie beispielsweise ihr experimenteller Charakter oder die Offenheit der Ziele – einer linearen, zielorientierten Evaluation zwar widersprechen, dass die Durchführung formativer, flexibel einsetzbarer Evaluationsverfahren aber durchaus möglich und sinnvoll erscheint. Eine umfassende IBA-Evaluation sollte keine Kontrolle, sondern vielmehr Erfahrungsaustausch und Lernprozesse, Prozessoptimierungen, Legitimations- und Akzeptanzbeschaffung sowie Transparenz zum Ziel haben, um so einen Beitrag zur Qualität des IBA-Formates insgesamt zu leisten. Die Beantwortung der Frage, ob zukünftig ein allgemeingültiges Evaluations- oder Monitoringverfahren entwickelt werden kann, das auf alle IBA mehr oder weniger übertragbar ist, bedarf weiterer Forschungen und praktischer Erfahrungen.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor


registriert seit: Dez. 2011
Veröffentlichungen auf XinXii:  1
2004-2011 Studium der Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund. Im Oktober 2011 Abschluss als Diplom-Ingenieurin (Note: 1,2). Seit Dezember 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der InnovationCity GmbH in Bottrop tätig, eine gleichzeitige Promotion an der TU Darmstadt ist angestrebt.

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