Einführung in die sinnvolle Facebook-Nutzung für Autoren

von Annette Schwindt
Juni 2012

Wer möchte, dass seine Inhalte im Web effektiv weitergesagt werden, kommt an Facebook nicht vorbei. Der blaue Riese macht über 50 Prozent des Onlinesharings aus und wird allein in Deutschland von über 23.5 Millionen Menschen als tägliche Dialogplattform genutzt.

Bei Facebook – wie im gesamten Social Web – geht es also ums Vernetzen und Gespräche! Dieses Weitersagen von Mensch zu Mensch ist wesentlich effektiver und nachhaltiger als althergebrachte einseitige Werbemaßnahmen. Als Autor sollten Sie dies unbedingt nutzen!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie das umsetzen können:


1) Persönliches Profil + Abonnierfunktion

Ein persönliches Profil war früher ausschließlich als private Präsenz in Facebook gedacht. Innerhalb des Profils lassen sich die einzelnen Bereiche und Beiträge über Privatsphäre-Einstellungen nur für bestimmte Personen zugänglich machen. Vernetzen konnte man sich mit Profilen zunächst nur beidseitig als sog. „Freund“. Davon kann ein Profil maximal 5000 haben.

Inzwischen hat Facebook die Option eingeführt, ein Profil auch für Nichtfreunde in eine Richtung abonnierbar zu machen. Diese Funktion bezieht sich ausschließlich auf Beiträge, die Sie öffentlich posten. So können Sie mit Ihrem Profil auch Ihre Fans bedienen, ohne ihnen Zugang zu den privateren Bereichen Ihres Profils geben zu müssen. Für die Anzahl von Abonnenten gibt es keine Begrenzung.

Sie können ein Profil natürlich auch komplett öffentlich nutzen (wie z.B. einen Twitteraccount).

2) Persönliches Profil + Fanseite

Wer seine persönliche Nutzung und die geschäftliche Nutzung als Autor deutlicher trennen will, kann statt sein Profil abonnierbar zu machen, auch eine Fanseite erstellen. (Das Profil ist dabei von der Seite aus nur ersichtlich, wenn Sie es dezidiert so einstellen!) Seiten haben keine Freunde, sondern Fans. Diese Vernetzung ist einseitig. Seiten und ihre Inhalte sind öffentlich.

Sie können verschiedene Arten von Seiten erstellen:

  als Autor generell – Beispiel: http://www.facebook.com/bettinabelitz
  für ein einzelnes Buch – Beispiel: http://www.facebook.com/PRimSocialWeb
  für eine Buchserie – Beispiel: http://www.facebook.com/ritter.rost
  für eine Buchfigur – Beispiel: http://www.facebook.com/pages/Colin-Jeremiah-Blackburn/444947490327

Wichtig ist dabei, dass kontinuierlicher Gesprächsstoff gegeben ist. Denn nur Seiten, auf denen regelmäßig interagiert wird, verbreiten sich nachhaltig.

Durch die Möglichkeit, individuelle Tabs zu erstellen, kann man auf Seiten seine Bücher auch prominent und im Corporate Design mit der eigenen Website präsentieren.

Beispiel: http://www.facebook.com/schwindtpr/app_266658926705498

Sowohl für Profile als auch für Seiten bietet das neue Chronik-Layout die Gelegenheit, nicht nur aktuelle Beiträge zu veröffentlichen, sondern diese auch zurück zu datieren. Damit können Sie wichtige Ereignisse Ihres Weges rückwirkend darstellen.

3.) Persönliches Profil + Abonnierfunktion + Fanseite

Diese Kombination macht nur Sinn, wenn Sie dementsprechend abgrenzbare Inhalte anzubieten haben. Bei mir z.B. repräsentiert das Profil mich als Privatperson, die Fanseite steht für schwindt-pr und die Abonnierenfunktion des Profils bedient die Fans, die sich über meine Arbeit hinaus mit mir vernetzen wollen, die meine wirklich privaten Updates aber nichts angehen.

Abschlussbemerkungen

Facebook ist wie gesagt ein Dialogmedium, bei dem es um Kommunikation zwischen Menschen geht. Treten Sie deshalb niemals werbend auf, sondern betrachten Sie das Ganze als Marktplatz für Gespräche auf Augenhöhe. Dies bedarf wie jede andere echte Kommunikation der regelmäßigen Pflege.

Außerdem ist es wichtig, Ihre Facebookpräsenz(en) für Ihre Leser leicht auffindbar zu machen, indem Sie sie sinnvoll nach innen und außen vernetzen. Ebenso sollten externe Inhalte (z.B. auf Ihrer regulären Website) für das Weitersagen auf Facebook optimiert werden. Dies lässt sich trotz aller Diskussionen auch so regeln, dass es nicht mit den deutschen Datenschützern kollidiert. ;-)

Für die „richtige“ Kommunikation gibt es dabei kein Patentrezept und jedem, der Ihnen das weiszumachen versucht, sollten Sie misstrauen. Welches der richtige Weg für Sie ist, müssen Sie ausprobieren und dabei Ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Daran führt kein Weg vorbei. Anfänger sollten sich dabei unbedingt kompetente Unterstützung holen, denn das Facebook-Universum ist sehr komplex und entwickelt sich rasant weiter.




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Annette SCHWINDT | Facebook und Google+
Annette Schwindt
Gastbeiträge auf XinXii:  1

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Annette Schwindt hilft anderen unter dem Namen schwindt-pr, ihre Online-Kommunikation richtig aufzubauen und mit den passenden Schritten im Social Web zu optimieren. Autoren und Verlage gehören dabei zu den Kunden, mit denen sie besonders gern zusammenarbeitet. Sie bloggt In Sachen Kommunikation und hat „Das Facebook-Buch“ sowie „Das Google+ Buch“ bei O’Reilly Verlag veröffentlicht. Auf ihrer Website stellt sie regelmäßig eBooks (pdf) zum Thema Kommunikation im Social Web kostenlos zum Download zur Verfügung..

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