Münster in der Hand der Wiedertäufer

Münster in der Hand der Wiedertäufer

Aus: Historische Kurzgeschichten aus Westfalen

noch nicht bewertet
Autor: Detlef Albrecht
Umfang: 32 Seite(n)
Verfasst: März 2011
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Kategorie: Hobby & Freizeit » Geschichte & Historisches  |  Publikationsart: Erzählung
Stichworte: Münster, Wiedertäufer, Westfalen, Erzbischof, Detlef Albrecht, Reformation, Lamberti, St.Mauritz, Mord, Hexen, Feme, Fehden, Kriegen, Chiliasten, Dogma, Ritus, Friedrich III. von Wied, Erich von Braunschweig-Grubenhagen, Franz Graf von Waldeck, Wiedertäufer, Syndikus, Agapen, Prädikanten, Hader, Prophet, Sekte, Zion, Gideon, Zacharias, David, Paramente, Trabanten, Harem, Wirich V. von Daun-Falckenstein,

Religion und Gewalt in Münster zu Zeiten der Reformation um 1530

In Münster war die Reformation im Jahre 1524 aufgetreten und hatte anfangs eine sehr entschiedene Färbung von politischer Reaktion wider die Macht des Klerus in dem geistlich regierten Staate angenommen. Beim ersten Sieg dieser Bewegung sehen wir denn auch den Klerus sich in zwei Parteien trennen. Das Domkapitel verließ die Stadt, die niedere Geistlichkeit aber blieb gegen den Willen des Kapitels darin zurück.

Im Jahre 1531 erscheint dann, nach mancherlei durch die Glaubensneuerung herbeigeführten Wirren und Zerwürfnissen, Bernhard Rottmann, Geistlicher an der Stiftskirche von St. Mauritz. Seiner großen, von einem schönen Organe unterstützten Beredsamkeit gelang es, den weitaus größten Teil der Bevölkerung dem neuen Glauben zuzuführen. Das Volk erbrach in einem Aufstand die Kirchen und setzte seinen Redner mit Gewalt zum Prediger an der Lambertikirche ein. Der Fürstbischof Friedrich von Wied verzichtete aus Verdruss über diese Vorgänge auf seinen Bischofssitz. An seinen Nachfolger auf den Bischofssitz, Fürstbischof Erich von Grubenhagen, richtete der Magistrat das Gesuch, Rottmanns Lehre anzuerkennen, da sie das gereinigte Christentum darstelle. Des Fürsten Antwort war eine Drohung, wenn man nicht den Rottmann zur Stadt hinaus­treibe.

Der Fürst starb jedoch bald, ohne seinen Drohungen Nach­druck gegeben zu haben. An seine Stelle wurde Franz Graf von Waldeck, auch Fürstbischof von Osnabrück und Minden, erwählt. Er verordnete sehr bald wider die Bewohner der Stadt Zwangs­maßregeln,welche wegen unzulänglicher Mittel sie durchzuführen, mehr erbitterten als nützten und denen Gegenmaßnahmen der Mün­sterer folgten, indem sie mit 600 Reitern und 300 Fußknechten einer Winternacht die nahe Stadt Telgte überfielen, wohin der Fürst die Stände des Landes zu sich beschieden hatte.


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Über den Autor

Detlef Albrecht | Autor auf XinXii.com

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Bin ein Schreiberling mit vielen Facetten, eifere den "Armen Poeten" von Carl Spitzweg nach. Führe die Narren durch das Karnevalsmuseum im Teufelsturm in Menden an der Nase herum und manchmal auch im Turm. Das Kurkölnische Menden und Westfalen liegt mir am Herzen und auf der Hosentasche.

Neustes Werk ist "Historische Kurzgeschichten aus Westfalen" in der Mord, Kriege, Fehden, Fehme und Hexen im Westfalen um 800 bis 1815 eine große Rolle spielten.

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