Ohne Gewalt

Ohne Gewalt

Geschichte und Bestimmung einer Ethik ohne Religion

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Autor: Dr. Norbert Gramer
Umfang: 159 Seite(n)
Verfasst: Juni 2012
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Kategorie: Philosophie » Ethik  |  Publikationsart: Fachbuch
Stichworte: Mitleid, Compassion, Gewalt, ohne Gewalt, Philosophie, Ethik, Philosophiegeschichte, praktische Philosophie, gewaltfrei, Erziehung, gewaltfreie Erziehung, Schopenhauer, Religion, Mitleidsphilosophie

Philosophiegeschichte des Mitleids und Bestimmung einer Ethik ohne Religion

Das Buch bietet:

- eine längst überfällige philosophie-geschichtliche Darstellung des Mitleids als ein ethisch relevantes Phänomen unabhängig von religiösem Ballast;

- im Gegensatz zu essayistischen und journalistischen Versuchen eine wissenschaftliche Darstellung zum Thema Mitleid; eine stringente Gegenposition zu Gewalt billigenden erzieherischen Ratgebern;

- eine Beschäftigung mit dem Mitleid nicht als exotisches oder belächeltes Mitleiden, sondern als intrinsische Fähigkeit des Menschen.

Es spricht Pädagogen, Philosophen, an Ethik Interessierte, an gewaltloser Erziehung und Gesellschaft Interessierte an.

In der vergangen Zeit sind im deutschsprachigen Raum nur wenige Werke erschienen, die das Mitleid in ihr Zentrum stellen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um essayistische und journalistische Zusammenstellungen unkommentierter Textpassagen aus philosophischen Werken oder um Versuche, Mitleid im Rahmen christlicher oder anderer religiöser Strömungen zu verankern. Das vorliegende Buch löst Mitleid gänzlich aus dem religiösen Dunstfeld und erklärt es, auch in Anlehnung an neuere und neueste Erkenntnisse der Hirnforschung, als eine dem Menschen inhärente Fähigkeit, sich aktiv gegen Gewalt zu stellen und Leiden zu verhindern.

Noch vor wenigen Jahren, zeitweise immer noch, beschwor die Philosophie das Scheitern religiös begründeter ethischer Normen, konstatierte im philosophie-geschichtlichen Kontext den Sieg der Säkularisation und begab sich auf die Suche nach ethischen Bezugspunkten, die – jenseits nur individueller Gültigkeit – allgemeinen Wahrheitsanspruch erhoben.

Lösten sich in den vergangenen Jahren die politischen Machtblöcke zumindest scheinbar auf, bildeten sich in der Ethik neue: Auf der einen Seite der neu formierte Machtbereich der religiösen Anschauungen, der von harmlosen Sinnsuchenden, Spiritualisten, dem großen Heer irgendetwas Glaubender über strenge Religionstraditionalisten bis zu fundamentalistisch militarisierten Flügeln reicht; auf der anderen eine sich offensiv präsentierende nichtreligiöse Front, die von „sanften“ Anhängern bis zu den radikalen „Brights“ eine große Bandbreite atheistischer Ansichten vertritt.

Im Mittelpunkt des Buches steht das ethische Prinzip Mitleid, genauer compassion. Gemeinsam mit dem von Kant entwickelten vernunftbegründeten kategorischen Imperativ bildet es die Grundlage einer religionslosen Ethik, die nicht göttlich verordnet, sondern vom Menschen selbst anerkannt, gewollt werden muss. Nicht Zwang oder vermeintlich göttliche Herkunft und Anweisung, sondern Einsicht, Anerkennung und Erkenntnis führen zum allgemeinen Geltungsanspruch.

Im Verlaufe einer historisch-kritischen Darstellung wird auch ein Weg aufgezeigt, das alte Schisma Affekt gegen Vernunft, das in der seit der Frühzeit tradierten Kluft zwischen Geist und Körper wurzelt, aufzubrechen, indem sie die Frage nach dem „Wie ist moralisches Handeln möglich?“ durch die im Menschen während der Evolutionsgeschichte und im Sozialisationsprozess entwickelte und erworbene Fähigkeit, Mitgefühl zu empfinden, erläutern wird.

Auch der Aspekt Erziehung und Bildung rückt damit in den Vordergrund. Die Antwort der damit verbundenen Frage nach dem „Warum soll ich moralisch Handeln?“ wird nicht außerhalb des Menschen gesucht, sie findet sich, ganz im Gegensatz zu religiös motivierten Ansätzen, ebenfalls als Fähigkeit des Menschen, der zur vernunftvollen Einsicht in die Richtigkeit moralischen Handelns in der Lage ist.


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Über den Autor

Dr. Norbert Gramer | Autor auf XinXii.com

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"Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust" – manchmal auch mehr.

Norbert Gramer, Dr. phil., Jahrgang 1951, studierte Sozialpädagogik in Düsseldorf, Philosophie, Neuere Deutsche Literatur und Pädagogik in Bonn, promovierte in Philosophie. Verschiedene Veröffentlichungen u.a.: Aufsätze und Rezensionen in pädagogischen Zeitschriften sowie die Erzählung "Zeit im Grünen oder 'In einem Hain, der einer Wildnis glich'“ und der Lyrikband "Sonettenkränze und andere Gedichte aus einem geordneten Leben".

Begleitet werden die literarischen Arbeiten von seiner Malerei. Durch eine gestalterische und grafische Ausbildung sowie Studien an alten Meistern (René Magritte, Salvador Dalí, Max Ernst, Albrecht Dürer) und US-amerikanischen Illustratoren mit verschiedensten Techniken vertraut. Seit den 70er Jahren verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen seiner Aquarelle, Zeichnungen und Ölgemälde im In- und Ausland.

Weitere Informationen zu Autor und Werk unter: www.loon-art.de.

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