Schwarzbrauner Regen

Schwarzbrauner Regen

noch nicht bewertet
Autor: Niwlag
Umfang: 35 Seite(n)
Verfasst: Dez. 2014
Verkaufsrang: - XinXii Verkaufsrang
Views: 4402

Kategorie: Belletristik » Roman / Erzählungen  |  Publikationsart: Erzählung
Stichworte: Ein neues Atomkraftwerk entsteht, eine neue Stadt wird gebaut, tausende junge Familien siedeln sich an, dann kommt die Katastrophe über die Menschen, die Machthaber lügen, Menschen sind auf der Flucht, viele werden verstrahlt und sterben an Krebs. Hilfe sucht man vergeblich.

Kein Mensch war auf den Tag X vorbereitet, die Macher suchten nach einer Lüge.

In der vergangenen Woche sind wir wieder einmal an einer neuen Atomkatastrophe vorbeigeschlittert, als die Meldung aus Soporochje bei uns eintraf, war fast eine Woche vergangen. Die Meldung erinnerte sofort an 1986, an Tschernobyl in der Ukraine.Und wir schlittern scheinbar jeden Tag an einer Katastrophe vorbei, wir wollen es nur nicht glauben. Mit der Meldung in den Medien, war mir wieder einmal bewusst geworden, in welcher Gratwanderung sich unsere ganze Welt befindet.
Die alten brüchigen Atommeiler in der Ukraine und in ganz Europa sind immer noch nicht abgeschaltet, oder modernisiert, sie haben Waffen gekauft, dass war ihnen wichtiger.
Tag für Tag vergiften und vernichten wir unseren Planeten, der Atommüll wird in die Flüsse und Meere geleitet oder einfach vergraben. Es geht nur um Profit!
Aber eines Tages wird sich die Natur wird sich rächen!
In meinem Roman beschreibe ich wie ein solcher Atomunfall abgelaufen ist, am Beispiel einer Familientragödie. Jeder von uns kann erfahren, was im Fall einer Katastrophe abläuft und was er erwarten kann.
Die Tragöde hat sich nach 1986 wirklich ereignet.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor


registriert seit: Mai 2010
Veröffentlichungen auf XinXii:  32
Meine eigene Geschichte beginnt im Osten von Anatolien, nicht weit weg vom Berg Ararat, über den es so viele Geschichten gibt. Hier in meiner alten Heimat, ist man den Göttern immer etwas näher.
Meinen ersten Kampf im Leben hatte ich in Sewan gewonnen, denn genau im Jahr 1968 zum Ausbruch des Prager Frühlings gelang es mir in diesem Nest, das Licht der Welt zu erblicken. Die Welt der Kommunisten war aufgerüttelt, doch sie hatten Panzer eingesetzt.
Bis nach Eriwan hatte es die Mutter nicht mehr geschafft, weil ich, der etwas neugierige Typ, endlich in die Freiheit wollte, um die Welt kennen zu lernen. Der Begriff Freiheit liegt natürlich immer im Blickwinkel des Betrachters. Verstehen wollte das kein Mensch, weder der Arzt noch meine Mutter. Manchmal findet man sich in der Freiheit trotzdem wie gefangen, nämlich wenn die Gedanken sich wieder einmal in der Vergangenheit tummeln.
Sewan ist ein kleines Dorf in 1900 m Höhe, es liegt direkt am Ufer des Sewan See in der armenischen Einöde. Das Gebirge ist dort vulkanischem Ursprungs. Seit 1920 gehörte Armenien zur Sowjetunion, weitere Gebiete die im Osten von Anatolien liegen, haben die Türken bis heute annektiert. Meine Mutter ist Armenierin, sie stammt aus der Hauptstadt Eriwan. Viele ihrer Verwandten fielen 1920 dem schrecklichen Völkermord zum Opfer. Mein Vater stammt aus dem ostpreußischem Memel, doch seine Vorfahren kamen alle aus Preußens Hauptstadt und sie waren in Potsdams Garnison Kirche mit Havel Wasser getauft. Die Vertreibung der Menschen aus ihrer angestammten Heimat hatten meine Eltern auch miterleben müssen, doch sie hatten sich dadurch kennen gelernt. Das Thema Vertreibung zog sich wie ein roter Faden durch unsere Familiengeschichte. Die Heimat war eine goldene Landschaft in ihren Köpfen geblieben, daran hat sich bis heute nichts geändert. Wir lebten viele Jahre in Eriwan, aber mehr am Stadtrand in einer Wohnung. Doch der Begriff Wohnung war bestimmt etwas zu hoch gegriffen, denn über uns war nur etwas aufgeschüttetes Erdreich. Wohnung konnte man zu der Behausung kaum sagen, der Begriff Erdloch war näher an der Wahrheit. Die alten Hütten am Rande der Stadt hatten sich wieder in die Mutter Erde gegraben, es war wie der Sprung in das vorige Jahrhundert. Das Leben hier in Eriwan war auch schwer. Ich denke immer wieder an die vielen Strapazen, trotzdem es so viele Tauben in der Stadt gab, gebraten kamen sie uns nie in den Mund geflogen. In dieser Stadt bekam ich das Lesen und Schreiben beigebracht, denn es gab hier viele schlaue Köpfe, die aus uns Kindern wertvolle und schlaue Menschen machen wollten. Neben der Schule nahm ich noch Klavier und Geigenunterricht, denn in unserer Familie spielte jeder ein Instrument. Nach dem Schulabschluss studierte ich am Technikum Maschinenbau, bevor ich nach der Grundausbildung als einfacher Muschkote (Sowjetsoldat) nach Jüterbog in die DDR geschickt wurde. Hier hinter dem scharfen Stacheldraht und den dienstgeilen Wachposten schmeckte das Leben scheußlich bitter, doch die Zeiten ändern sich immer wieder einmal. Mein Großvater sagte immer wieder, lass dich nicht vor einem Karren spannen und er hatte Recht. Für mich war der Armeedienst ein großer Glücksfall geworden, denn nach der Perestroika und dem Zerfall der Sowjetunion hatte ich meine Zelte in Potsdam aufgeschlagen. Manche Orte haben ihren eigenen Zauber. Hier in der Heimatstadt meiner Großeltern und meines Vaters, hatte ich endlich eine richtige neue Heimat für meine Familie und meine Eltern gefunden. Mit jedem geschriebenen Wort vertreibst Du einen Schatten von Deiner Seele.
Von jedem verkauften E-Book geht 1€ Spende für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnison Kirche.
~

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