Träumen Hunde von leckeren Knochen?

Bewusstsein im Schlaf- und Traumverhalten von Tieren

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Autor: Florian Bayer
Umfang: 26 Seite(n)
Verfasst: Dez. 2008
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Kategorie: Wissenschaft & Forschung » Geisteswissenschaften  |  Publikationsart: Hausarbeit
Stichworte: Philosophie, Traum, Schlaf, Bewusstsein, Hunde, Katzen, Träume, Cogito, Descartes, Soziobiologie, Geist, Tiere, Freud, Traumdeutung

Haben Tiere ein Bewusstsein? Kann das Traumverhalten dies beweisen?

Die Frage nach dem Bewusstsein von Tieren gleicht seit ihrer Popularisierung einem unübersichtlichen Feld verschiedener philosophischen Thesen und Theoriebildungen. Hinzu kommen Soziobiologen, Neurowissenschaftler und Verhaltensforscher, wodurch die Verortung bzw. Nichtverortung eines tierischen Bewusstseins immer mehr einem Spießrutenlauf durch die verschiedensten Denkschulen gleicht.

Ziel dieser Arbeit ist es nicht mit diesem Chaos aufzuräumen, auch nicht eine Orientierung in diesem Chaos zu ermöglichen, viel mehr sollen die verschiedenen Denkanstöße und Überlegungen, die es zu der Thematik gibt, um einen weiteren bereichert werden. Das bunte Sammelsurium wird hier also nicht um den weiteren Versuch eines Konsens in Schach gehalten, sondern um einen weiteren Mosaikstein erweitert, der es mit Sicherheit nicht leichter macht, den Überblick über die verschiedenen Themenaspekte zu verbessern. Dies soll dem Sachverhalt Rechnung tragen, dass die versuchten Konsensbildungen ihrem eigenen Anspruch selten gerecht werden. Vermutlich ist der Bewusstseinsbegriff trotz immenser Abhandlungen dazu immer noch nicht genügend erfasst, pendelt immer noch zwischen metaphysischen Rettungsversuchen und konstruktivistischen, pragmatischen Relativierungen, so dass jeder Versuch der Homogenisierung auf wenig fruchtbaren Boden fällt.

Umso wichtiger erscheint es, den Begriff zu erweitern und zu ergänzen, um den Facettenreichtum dieser menschlichen Konstruktion deutlich zu machen. Dabei scheint die Frage nach dem Bewusstsein im Traum bei Tieren und Menschen eine elementare Funktion zu erfüllen, wenn es um die Klärung des Bewusstseinsbegriffes überhaupt geht. Die pointierte Frage des Titels dieser Arbeit ist eine Reminiszenz an Philipp K. Dicks Erzählung „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, in der der Autor auf fiktionale Weise das Thema des Bewusstseins von künstlicher Intelligenz behandelt. Auch in dieser Arbeit soll dem Traum eine große Rolle bei der Klärung des Bewusstseinsbegriffs eingeräumt werden.

Die Frage nach einer Verbindung von Traum und Bewusstsein bzw. die Integrierung des Traumbegriffes in eine Vorstellung von Bewusstsein, um sich dem Bewusstsein von Tieren zu nähern, setzt die Vorarbeit einer Herausarbeitung des Bewusstseinsbegriff selbst voraus. Daher wird der erste Schritt dieser Arbeit darin bestehen, die Verknüpfung des Cogitos mit dem Bewusstsein zu untersuchen, da gerade das Cogito, das rationale Selbstbewusstsein im Traum ausgeschaltet zu sein scheint. Darauf aufbauend wird der Bewusstseinsbegriff Dennetts einer genaueren Untersuchung unterzogen, wobei im Besonderen seine Kritik an dem „Cartesianischen Theaters“ des Selbstbewusstsein im Mittelpunkt steht. Von hier aus wird eine Bestimmung des Bewusstseinsbegriff vorgenommen, die Phänomene wie das „Unbewusste“ und das „Vorbewusste“ mit einschließt. Mit diesem erweiterten Bewusstseinbegriff wird es möglich sein, das sonderliche Verhalten des Bewusstseins im Traumverhalten von Mensch und Tier zu untersuchen.

Wie verhält es sich mit dem Bewusstseins während der paradoxen Schlafphasen? Wie verhält es sich mit dem Bewusstsein während des Traumes? Lässt sich im tierischen Schlaf- und Traumverhalten eine Analogie zum menschlichen Schlaf ausmachen? Gibt dies Hinweise auf ein Bewusstsein bei Tieren? Wie unterscheidet sich das Traumbewusstsein vom Wachzustand? Was geschieht mit dem Cogito während des Traumes, was geschieht mit den inneren Repräsentationen? Träumen Tiere, besitzen sie ähnlich wie wir Menschen während des Schlafes Bewusstseinszustände? Was bedeutet dies für die Frage nach den Inneren Repräsentationen, den Propositionen und Begriffsbildungen in der Tierwelt? Diese Fragen sollen, wenn schon nicht endgültig geklärt, doch zumindest anhand eines erweiterten Bewusstseinsbegriffs bearbeitet werden. So wird der Hinarbeitung auf die Fragestellung auch den größten Platz eingeräumt, in der Hoffnung, dass dies weitere Denkanstöße für die neurologischen, biologischen und philosophischen Untersuchung des Traumverhaltens insbesondere bei Tieren liefert.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor

Florian Bayer | Autor auf XinXii.com

registriert seit: März 2008
Veröffentlichungen auf XinXii:  11
- Student der Germanistik, Philosophie und Neueren Geschichte an der Universität Potsdam: Zwischenprüfung mit 1,0
- Freier Autor mit Lesebühnenerfahrung
- Dramaturg und Schauspieler

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