Wann reißt der Himmel auf

Wann reißt der Himmel auf

Autor: Luis Stabauer
Umfang: 217 Seite(n)
Verfasst: Juni 2014
Verkaufsrang: 146 XinXii Verkaufsrang
Views: 2089

Kategorie: Belletristik » Roman / Erzählungen  |  Publikationsart: Roman
Stichworte: Entwicklungsroman, Reiseroman, Lateinamerika, Missbrauch, Trauma, Himmel, Gmünd, Geras, Wien, NS-Opfer, Julia, Argentinien, Chile, Peru, Bolivien, Martinique, Patagonien, Atacama, La Paz

Julias Missbrauch in der Familie und ihre befreiende Reise durch Lateinamerika

Julia, 1983 in Gmünd geboren, stellt mit fünfzehn das Sprechen in der Familie ein. Der Missbrauch durch ihren Bruder wird vom Vater gedeckt. Nur bei ihrer Lehrerin Tilla findet sie Unterstützung. Julias Schulprobleme kann auch sie nicht verhindern.
Mit zwanzig verlässt Julia das Elternhaus, studiert in Wien und lernt in einer Therapiegruppe Ernst kennen. In ihm findet sie ihren Wahlgroßvater und zeichnet seine Lebensgeschichte als NS-Opfer auf Video auf. Ernst bittet Julia stellvertretend für ihn seine erträumte Lateinamerikareise zu machen. Die Reisen nach Martinique, Argentinien, Chile, Peru, Bolivien und El Salvador erwecken ihr politisches Bewusstsein und ihre erste Liebe.
Kann sie ihr Kindheitstrauma überwinden?

Der Autor erzählt Julias Entwicklungsgeschichte und verwebt sie geschickt mit detailliert recherchierten historischen Tatsachen.
Das NS-Opfer Ernst Peter (vieles erinnert an die reale Figur des Friedrich Zawrel) hat zu Beginn dieses Jahrhunderts immer noch Angst vor dem NS-Arzt Friedrich Gross. Mit seiner Geschichte und Julias Reisen nach Lateinamerika, werden auch Teile der Geschichte des südamerikanischen Kontinents anschaulich entwickelt. Es entsteht ein authentischer Bericht.
Geschehnisse des Dritten Reiches und Auswirkungen auf Lateinamerika regen die LeserInnen zum Nachdenken an: Der Widerstand des Volkes der Mapuche, der Kriegsverbrecher Erich Priebke, oder das Folter-Camp ‚Colonia Dignidad‘ des Deutschen Paul Schäfer in Chile, die Ustascha-Nachfolger in Bolivien, oder die ‚Madres de Plaza de Mayo‘ in Buenos Aires, sie alle und einige mehr machen im Roman aus Julia eine historisch und global denkende Frau. Durch die Begegnung mit dem Finnen Yrjänä erlebt sie auch ihre sexuelle Befreiung.
Ob Julia durch ihre Entwicklung auch die alten Konflikte in ihrer Familie lösen kann, ist die Hauptfrage der spannenden Erzählung. Immer wieder erlebt sie, wie wichtig es ist miteinander zu reden, Kommunikationsfallen zu vermeiden.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor

Luis Stabauer | Autor auf XinXii.com

registriert seit: Juni 2014
Veröffentlichungen auf XinXii:  1
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Luis Stabauer, geboren 1950 in Seewalchen am Attersee, Trainer, Coach und Autor, lebt in Wien und Seewalchen.
2011/12 absolviert er die Akademie für Literatur in Leonding, Oberösterreich. Zusätzliche Prosa- und Lyrik Schreibwerkstätte (Silvia Waltl, Friedrich Hahn, Texthobel, Karin Macke, Schule für Dichtung, Nora Gomringer, Margit Schreiner).
Veröffentlichungen:
„Der Kopf meines Vaters, Wien von der NS Zeit bis zur Gegenwart“, ACABUS Verlag Hamburg, Oktober 2009
„Social competence im Projektmanagement, Projektteams führen, entwickeln, motivieren“, (Fachbuch mit Projektroman), gemeinsam mit Christian Majer, Goldegg Verlag Wien, November 2010
Lyrik und Prosabeiträge in den Literaturzeitschriften „kolik“ und „DUM“; drei Beiträge in der Anthologie „Gute Gründe“, 2012, 2 Beiträge in der Anthologie „wie durch löcher in der zeit“, edition libica, 2014
„Wann reißt der Himmel auf“ Romanveröffentlichung im April 2014, Resistenz-Verlag
"Entfachen Sie das Teamfeuer - Soziale Kompetenz, DER Erfolgsfaktor im Projektmanagement" Christian Majer/Brigitte Schaden/Luis Stabauer; Ein Fachbuch mit Projektroman, pilum Verlag und EBook in XinXii
"Light up the TEAM FIRE", englische Herausgabe (Ebook) im Januar 2015

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Leserbewertungen (3 Einträge)  
Schwerer Stoff, leicht erzählt 6. Aug. 2014
von Ch Blacky
Mit Freude habe ich das Sachbuch "Social competence im Projektmanagement" gelesen und war jetzt auf der Suche nach weiteren Lesestoff, der mir berufliches Wissen vermittelt und sich dennoch locker liest. Dabei bin ich auf Luis Stabauers gerade neu erschienenen Roman "Wann reißt der Himmel auf" gestoßen. Die Neugierde hat gesiegt und ich bin positiv überrascht...
Kurz zur Story: Julia wird als Mädchen von ihrem Bruder missbraucht. Die Umwelt sieht weg, aber Julia kämpft sich mithilfe ihrer Lehrerin und Mentorin Tilla durch. Sie zieht aus dem österreichischen Hinterland nach Wien, beginnt mit einem Studium und einer Therapie. Und tritt dann eine Studienreise nach Südamerika an, die sie nicht nur durch verschiedene Länder führt, sondern auch zu sich selbst und einer erfüllenden Beziehung.
Dem Autor ist es erneut gelungen, ein schweres Thema leicht aufzubereiten. Behutsam erzählt er die Geschichte, mit viel Empathie und Sympathie für die Protagonistin. Aber das ist nur der Ausgangspunkt: Der Blick richtet sich stets nach vor, auf die nächsten Schritte, auf die lange Reise. So handelt das Buch nicht von einem Opfer und seiner Traumatisierung, sondern der Befreiung. So begibt man sich in diesen Entwicklungs- und Reiseroman mit der Protagonistin auf den Weg zu Selbstbestimmung und innerer Freiheit. Und erlebt, wie innere Wunden heilen...

unbedingt empfehlenswert 16. Juni 2014
von Anonymous
Luis Stabauer ist bekannt für sein politisches Engagement und deshalb habe ich mich beim Kauf dieses Buch auf eben solch ein Thema eingestellt. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Mit viel Geschick präsentiert er dem Leser einen spannenden Reisebericht über Lateinamerika, verknüpft mit der Lebensgeschichte eines NS-Opfers, den Problemen der Indigenas, dem sexuellen Missbrauch eines jungen Mädchens durch ihren Bruder und nicht zuletzt auch dessen erste grosse Liebe. Auf Grund der vielen Reisen durch Mittel-und Südamerika kann Luis Stabauer dem Leser ein umfangreiches Wissen vermitteln. Das Resultat ist ein spannender und sehr gefühlvoll gestalteter Roman, in dem Hoffnung und positives Denken im Mitelpunkt stehen. Für kritisch denkende Leser unbedingt empfehlenswert!

Bin beeindruckt 15. Juni 2014
von Anonym
Selten einen Roman gelesen, in dem sowohl die Geschichte einer jungen Frau, als auch eine Reisebeschreibung so schön miteinander verbunden sind. Als Mutter hat mich wieder einmal erschüttert, welch unglaubliche Auswirkungen das Wegschauen von Müttern bei Missbrauchs- und Gewaltfällen in der Familie hat. Die Beschreibung der psychologischen und vor allem der historischen Hintergründe fand ich sehr interessant.
Ganz besonders ist mir aufgefallen, wie gut sich der Autor als Mann in die Situation der jungen Frau hineinversetzen konnte. Auch wenn die Reise nicht gänzlich ohne Probleme verlaufen ist, habe ich jedenfalls Lust bekommen die beschriebenen Länder Südamerikas zu bereisen.

angezeigte Meinungen: 1 bis 3 (von 3 insgesamt)

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