Goldgrube Internet: Texte zu Geld machen

30.07.200 - von Jan Johannson | netwelt.de

Auszug:

Mit selbstgeschriebenen Texten lässt sich im Internet Geld verdienen. Bei Portalen wie Suite101 veröffentlicht man seine Artikel direkt auf der Seite. Andere Firmen wie Contentworld, Textox oder XinXii treten als so genannte Text- oder Contentbroker auf. Das heißt sie vermitteln die Texte oder Inhalte, publizieren sie aber nicht selbst.

Die Dienste arbeiten auf zwei unterschiedliche Arten. Entweder kann man seine Texte in die Datenbank einstellen und Kunden können sie kaufen, oder Kunden geben Gesuche für Beiträge in eine Datenbank ein. Aus diesen Aufträgen können sich Autoren dann passende Themen heraussuchen.

Die Bezahlung ist meist gering, aber damit für Käufer interessant. Während einige Anbieter eine Provision für ihre Vermittlung einbehalten, beteiligen andere die Urheber an den Werbeumsätzen, die ihre Texte erzielt haben. Teilweise sind die Preise vorgegeben und richten sich nach der Textlänge sowie anderen Faktoren wie dem Themengebiet oder der Bewertung des Autoren. Bei anderen Diensten bestimmt jeder Texter seinen Preis selbst.

Eine Nische für jedes Thema

Das Spektrum der akzeptierten Texte unterscheidet sich von Portal zu Portal. Die einen machen Vorgaben für die Art der Beiträge und nehmen nur aktuelle oder zeitlose Artikel an. Andere sind auch für Romane, Lyrik, Ratgeber oder Sachtexte offen. Hieraus ergibt sich auch meist die ideale Länge eines Textes. Auftraggeber geben die von ihnen gewünschte Textlänge vor. Natürlich sollte eine Roman umfangreicher sein als ein Artikel, der die aktuellen Entwicklungen im Weltraumtourismus zusammenfasst.

Qualitätsmerkmale: Rechtschreibung, Grammatik und Ausdrucksweise

Unabhängig davon, ob die Anbieter noch eine eigene Korrektur oder eine Qualitätsprüfung durchführen, sollte jeder Autor darauf achten, Texte abzuliefern, die in Sachen Rechtschreibung und Grammatik einwandfrei sind. Dabei reicht blindes Vertrauen in die Rechtschreibkorrektur der Schreibprogramme oder des Office-Pakets nicht aus, denn sie ist nicht unfehlbar. Bevor man eigene Werke Korrektur liest, sollte man sie eine Nacht liegen lassen. Direkt nach dem Schreiben und Bearbeiten eines Textes ist man oft "blind" für ihn und überliest offensichtliche Fehler.

Bei allen Seiten bleibt man der Urheber seines Werkes und veräußert nur das Nutzungsrecht am jeweiligen Text. Ein Verkauf des gesamten Copyrights sieht das deutsche Urheberrecht nicht vor. Teilweise besteht die Möglichkeit, Käufern ein exklusives Nutzungsrecht einzuräumen. Das heißt, er ist gegen einen entsprechenden Aufpreis der einzige Kunde, der den Text erhält und veröffentlichen darf.

Xinxii

Xinxii sieht sich selbst als "innovativer Web 2.0 Marktplatz für nutzergenerierte Inhalte". In einem Interview mit buchreport.de gaben die beiden Geschäftsführer als ihre Ziel an, das "eBay der Literatur" werden zu wollen. Dem Konzept des Personal Publishing zufolge sind die Autoren gleichzeitig auch Verleger und bieten ihre Texte auf der Seite aus über 600 Themenfeldern zum Kauf an. Die Preise legen die Autoren selbst fest und Xinxii erhält bei jedem Verkauf eine Provision von 30 Prozent.

Wer jetzt denkt mittels "Copy-and-Paste"-Funktion leichtes Geld verdienen zu können, sollte sich in Acht nehmen. Bei der Verwendung von Plagiaten drohen nicht nur die Sperrung des Accounts, sondern auch finanzielle Forderungen der rechtmäßigen Urheber.






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