Haut liebe

Liebe ist was übrig bleibt, wenn unsere Seelen ganz nackt sind


Author: Erich Meier
eBook
Pages: 94
Language: German
Publication date: 30/11/-0001
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ca. 80 Liebesgedichte (Onlineversion des Buchs) mit Vorwort
Gegenlicht: (Vorwort)

Réinventer l’amour

... Erich Meier erlebte seine dichterische Initialzündung in Südfrankreich. Das Bild der Grenze findet hier eine weitere Bedeutung; die eigene Sprache hat sich in einem freiwilligen Exil entzündet, im Überschreiten einer Grenze und in unmittelbarem Kontakt mit einer anderen Sprache. Eine Reihe von Dichtern, poètes maudits, bildet die imaginäre Nachbarschaft; in Marseille ist es insbesondere Arthur Rimbaud, dessen trunkenes Lebensschiff in der dortigen Charité zugrunde ging. Rutebeuf, Villon, Baudelaire, Verlaine, Aragon, eine „verdammte“ Literatur, die zu ihrer Zeit angetreten war, mit den Zwängen der bürgerlichen Kultur zu brechen. Hervorzuheben ist, dass Erich Meier diese Dichter in ihrer Landessprache kennen gelernt und aus dem Gefälle zur Muttersprache seine Inspirationen geschöpft hat. Als besonders wichtig hat sich des weiteren das Schaffen des anarchistischen Chansonniers Léo Ferré erwiesen, dessen liedhafter Ton den Rhythmus seiner eigenen Texte bestimmt. Dies verweist zugleich auf eine noch ältere Tradition, die der Trobadore.

... Das, was ist, darf nicht alles sein, etwas fehlt dabei. Das unmögliche Glück der Romantiker („Das Glück ist da, wo du nicht bist!“) soll aufgebrochen werden, eine promesse du bonheur diesseits und hiesig.

Zusammengenommen, kann man die vorliegende Sammlung als individuelle und persönliche Fragmente einer Sprache der Liebe nehmen. Sie erklären uns nicht, wie das Rätsel „Liebe“ zu lösen ist, was man von Gedichten auch nicht erwarten kann. Aber sie zeigen uns, dass wir sie täglich neu erfinden müssen. – „Était-ce donc ceci? – „Et le rêve fraîchit.“

Kai Thyret
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Vita
An meinem 20ten Geburtstag besteige ich einen Sonderzug, er hält vor einer Kaserne. Der Beginn einer fünfzehnmonatigen Charakterbildung. Dort lerne ich auch Erich Mühsam und andere "Verdammte Dichter" kennen.
Mit 25 gebe ich meine bürgerliche Existenz auf und gehe nach Südfrankreich. Studiere Französisch, jobbe als Tellerwäscher, Kellner, Bademeister. Begegne Rimbaud. Verlaine. Baudelaire, Maupassant und Ferré. Gehe weiter nach Andalusien, lerne Spanisch und den Flamenco kennen und lieben. Höre zufällig eine alte Aufnahme, in der Neruda aus seinen „20 poemas“ liest. Seither läßt mich die Lyrik nicht mehr los.

Warum zurück? Wegen der Liebe, es ist immer die Liebe. Zumindest halte ich es eine Weile dafür. Vorher schreibe ich. Währenddessen schreibe ich auch. Danach sowieso, wegen der Narben. Nicht etwa Tagebuch, ich schreibe Briefe. Briefe aus dem Süden, Briefe aus dem Norden. Briefe aus der Einsamkeit, an Menschen mit denen ich einen Moment dieser Einsamkeit entfliehe. Sie ist weiblich, die Einsamkeit. Sie ist das Glück, sie ist der Schoß. Sie ist die Tragik auch. An ihr klebt ein Preisschild, sie ist der Preis für die geschriebenen Zeilen.

Seit 1999 veröffentliche ich überwiegend im Internet, u.a. Lyrik (textgalerie.de bis 2003), Gedichte im Weblog, Lyrik und Prosa auf www.erich-meier.de und Übersetzungen der Chansons von Léo Ferré. Die deutsche Léo Ferré-Website www.leoferre.de betreue ich als Herausgeber.

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