Erster vollständiger Sphinxindex (mit Bezug auf Franz Kafka)

Entält auch Überschriften und Autoren kleinerer Beiträge


Author: M.P.K.
eBook
Pages: 42
Language: German
Publication date: 01/12/2008
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Eine für wissenschaftl. Zwecke unerlässl. sortierbare Arbeitshilfe.
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Für die Kafka-Forschung dürften gewisse Parallelen zwischen der Zeitschrift „Sphinx“ und Kafkas Werk von Interesse sein. Offenbar wollte Kafka zu Theo- bzw. Anthroposophen in seinem Freundes- und Bekanntenkreis sprechen und trat darum in ihre Sprache ein. Wahrscheinlich wollte er diesen Doktrinen auf ihrem eigenen Feld und mit ihren eigenen Waffen begegnen.
Im Hinblick auf die in diesen Lehren enthaltene Rasseideologie und des Antisemitismus (vgl. Blavatskys „Geheimlehre“ I, S. 24 „DAS KARMA VON ISRAEL“ und S. 27 „Abrechnung zwischen den Rassen“), ist die Kafkadeutung nach wie vor gehalten, eine befriedigende Antwort auf folgende Frage geben zu können: „War Kafka Anhänger der Anthroposophie Steiners, wie die einen gerne behaupten und dies mit Rekurs auf seine engen Konnexionen zu Berta Fanta als der Gründerin der ersten theosophischen wie anthroposophischen Loge in Prag, der Bolzano-Loge, in ihrem Salon im Jahre 1911, gerne belegen wollen – oder doch lieber nicht. Auf das ‚gerne’ und ‚lieber nicht’ kommt es hier an; denn wie schon im Hinblick auf Kafkas Verhältnis zu Brentano, das Wunschdenken, eine berühmte und wehrlose tote Seele in seinem eigenen Stall mehr zu wissen, spielt hier allemal eine große Rolle“ (Georg Gimpel: Weil der Boden selbst hier brennt. Aus dem Prager Salon der Berta Fanta (1865-1918). Furth im Wald, Prag, 2000, S. 38).
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Zur gegenwärtigen Rechtslage

Der deutsche Bundesgerichtshof hat in seinem am 21.2.1978 verkündeten Grundsatzurteil zur Parapsychologie nicht nur dem „Papst der Parapsychologie“, BENDER, eine unwissenschaftliche Haltung bescheinigt und ihm deshalb die Sachverständigeneigenschaft abgesprochen, sondern zugleich auch über die gesamte „Disziplin“ den Stab gebrochen. In dem Grundsatzurteil (BGH NJW 1978, 1207) heißt es:
„Zu [den] gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die dem Sachverständigenbeweis zugänglich sind, gehört die Parapsychologie nicht. Auch die Veröffentlichungen des [...] Inhabers des Lehrstuhls für Parapsychologie an der Universität Freiburg, Prof. BENDER, vermögen nichts daran zu ändern, daß [...] die Ergebnisse der Parapsychologie nicht als naturwissenschaftliche Erkenntnisse anerkannt werden können [...]. Auch wenn man nicht so weit geht, die Parapsychologie für wissenschaftsfeindlich zu halten [...], so gilt jedenfalls im Bereich des Strafverfahrens immer noch die Regel, daß die hier in Rede stehenden Kräfte nicht beweisbar sind, sondern lediglich dem Glauben oder Aberglauben, der Vorstellung oder dem Wahne angehören und daher, als nicht in der wissenschaftlich Erkenntnis und Erfahrung des Lebens begründet, vom Richter nicht als Quelle realer Wirkungen anerkannt werden können (RGSt 33, 321, 323).“
Mit Diesem Urteil, dem sich die Rechtslehre einhellig angeschlossen hat, ist dem akademischen Okkultismus Einhalt geboten worden. Kein Okkulttäter wird sich mehr auf parapsychologische „Atteste“ berufen können. Und niemand braucht mehr sein Geld für wertlose okkulte Versprechungen auszugeben – für Hokuspokus zahlt man nur im Varieté. (Vgl. Prokop, Wimmer: Der moderne Okkultismus. Stuttgart, New York 1987, S. 272ff.)

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