Alex und die Frauen


eBook
Pages: 15 Seiten
Language: German
Publication date: 30/11/-0001
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Ein fettnäpfchenaffiner Single auf der Suche nach seiner Traumfrau.
Leseprobe:

Alex stand also in der Mitte seines Zimmers und betrachtete die Wände. „Büschn mehr Leben inna Bude wär schon schön wa alter? Dann klappt’s vielleicht och mitta Nachbarin.“ „Du brauchst echt eine Frau mensch, sonst gehst du irgendwann ein. Und ich möchte nicht sehen, wie du aussiehst, wenn du eingegangen bist. Muss ein scheußlicher Anblick sein.“
„Dann seh ick in etwa so aus wie du, Keule.“ Konterte er spontan und grinste breit. An Schlagfertigkeit war er mir schon immer einen Tick überlegen.
Inspiriert durch die Plakate fremder Frauen an seinen Wänden, kamen wir zu dem Schluss, dass definitiv etwas unternommen werden musste, um etwas mehr Leben in die Bude zu bekommen. Als erstes mussten die leicht bekleideten Stillleben verschwinden, um jederzeit auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Denn was macht es für einen Eindruck auf eine Frau, wenn sie die Wunschvorstellungen ihres zukünftigen Partners von seinen Wänden ablesen kann? Dies leuchtete Alex ein und er entfernte die Bilder vorsichtig, indem er sie unzusammengelegt unters Bett legte. Die nächste Notwendigkeit fiel mir ein, als ich mich aus seinem Kühlschrank bedienen wollte, um meinen Jahrhunderthunger zu stillen. „Hast du wenigstens Tütensuppe? Mit einem gekühlten Bier kriegst du eine Frau nicht satt.“ Wenig später klickten wir uns durch die Webseite eines Drogeriemarktunternehmens und kauften die dringend benötigten und lange haltbaren Lebensmittel ein. Alles ging ziemlich schnell. Vorbei an Fußdeo und Minitrucks ging es über Links zu Getränken und Fertignahrung. Rechts hätte man noch bei einem Gewinnspiel mitmachen können. Candle-Light Dinner bei einem Chinesen Ihrer Wahl. Es war gerade Asia-Aktionswoche. Nachdem wir genügend Krupuk, Nasi- und Bami Goreng hatten, schoben wir unseren Warenkorb auf die Versandstraße und gingen nacheinander auf die Toilette. Natürlich machte ich noch schnell in Alex’ Namen bei dem Gewinnspiel mit, als ich gerade allein im Zimmer war. Man kann ja nie wissen.
Dann setzten wir uns hemdsärmelig hin und brainstormten, warum er bis jetzt noch keine Frau gefunden hatte. Na gut, gefunden hatte er bisher mehrere Dutzend, aber leider darf man nicht alles behalten, was man findet. Wir rauchten beide eine Zigarette und dachten über seine Karriere als Frauenheld nach. Im Hintergrund lief „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen.
El vendedor asume toda la responsabilidad de esta entrada.
Andreas Mummhardt ist ein Kind der späten 70er Jahre. Aufgewachsen im Westen der DDR ging er nach dem Abitur nach Hamburg, um hier gemäßigte Auslandserfahrung zu sammeln. Gedichte schreibt er seit dem Ende der Schulzeit, aber erst in den letzten Jahren legte er den Schwerpunkt auf den Humor.

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