Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee (HS1,7)

Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet


Author: Daniel Funke
eBook
Pages: 37
Language: German
Publication date: 01/12/2006
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Bestattungssitten, Fund- und Befundanalyse, chronologische Einordnung
Das Hauptseminar “Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee” behandel-
te die grundlegenden Veränderungen in Mitteleuropa in den Jahrhunderten um die Zei-
tenwende. Insbesondere wurden Fragen der Chronologie im keltischen und germanischen
Gebiet im Zusammenhang mit den römischen Eroberungen im Raum nördlich der Alpen
bearbeitet. Im Rahmen dieser Hauptseminarsarbeit wird das Hunsrück-Nahe und Mittel-
rheingebiet untersucht. Zeitlich steht die Entwicklung und Gliederung der Spätlatènepe-
riode (SLT), ihre Abgrenzung zur vorangehenden Mittellatènezeit (MLT) und zur an-
schließenden Älteren römischen Kaiserzeit (ÄRKZ) im Mittelpunkt des Interesses. Dabei
stützt sich diese Seminararbeit vornehmlich auf die Vorarbeiten von Alfred HAFFNER und
Andrei MIRON.1 Das Ziel der Untersuchung ist eine Gliederung des Fundmaterials und
darauf aufbauend, die Überprüfung der bestehenden Chronologieschemata dieses Gebiets
(vgl. 6). Dazu werden zunächst im Kapitel zum Arbeitsgebiet (2) die Grenzen (2.1) fest-
gelegt und auf die topographischen Grundzüge (2.2) eingegangen. Das anschließende
Kapitel zur Forschungsgeschichte (3) in der Region zielt weniger auf eine lückenlose
Darstellung der Forschungsbemühungen, als vielmehr auf eine Hinführung zum aktuellen
Forschungsstand. Im folgenden Teil der Arbeit werden die Befunde (4) getrennt nach
Gräbern (4.1) und Siedlungen (4.2) vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den
Gräberfeldern, die im Kontext der Erstellung regionaler Chronologien die wichtigste
Quellengattung darstellen, da die Chronologien überwiegend auf Kombinationsstatistiken
aus geschlossenen Fundzusammenhängen beruhen, während Streufunde aus Siedlungen,
auch wegen der oft unzureichend aufgenommenen stratigraphischen Zusammenhänge,
weniger zu zeitlichen Gliederungschemata beitragen können. Es folgt eine kurze Über-
sicht über die chronologisch ansprechbaren Fundgattungen (5), die Aussagekraft haben
für eine chronologische Auswertung (6). Im Einzelnen soll in diesem Kapitel vor allem
auf die chronologischen Gliederungsvorschläge von HAFFNER (6.1) und MIRON (6.2) und
auf die absolutchronologischen Zusammenhänge eingegangen (6.4) werden.
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M. A. der Klassische Archäologe/ Prähistorische Archäologie/ Alte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin

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