Theater von unten

Theater von unten

fünfzig Zwischenrufe aus dem dunklen Parkett

noch nicht bewertet
Autor: Teichelmauke
Umfang: 102 Seite(n)
Verfasst: Juni 2014
Verkaufsrang: 164 XinXii Verkaufsrang
Views: 2462

Kategorie: Kunst » Theater  |  Publikationsart: Rezension
Stichworte: Theater, Rezension, Kritik, Staatsschauspiel Dresden, Bühne, Schauspiel, Sammlung, Rezensionen, Kritiken, Schauspieler, Regisseur, Dramaturgie, Hauptrolle, Text

Eine Sammlung eigener Rezensionen zu Stücken des Staatsschauspiels Dresden

Anstelle einer Beschreibung zwei Vorworte:

1. Fiktives Vorwort einer imaginären Fachkraft

Was soll das denn?
Nicht nur, dass sich diese Teichelmauke erdreistet, im Revier der hehren Theaterkritik zu wildern (als eine Art IKEA im gediegenen Möbelmarkt), nun fasst er diese Ärgernisse auch noch digital zusammen und wirft sie in die Welt. Das will doch keiner lesen!

Und wenn doch, entspringt dieser Wille nur mangelnder Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem hehren Medium Theater, zu dem man sich nur (!) eine Meinung bilden kann, wenn man zumindest Geisteswissenschaften studiert hat und jedes Stück aus dem Schauspielführer schon mindestens dreimal sah, davon einmal durch die Herren Reinhardt, Peymann, Stein, Konwitschny, Thalheimer, Petras, Kriegenburg, Pollesch oder den vielen Hartmännern inszeniert. Erst dann kann man mitreden.

Diese Teichelmauke (Schon der Name! Albern!) kann dies nicht aufweisen. Er stammt „aus der „Mitte des Parketts“, wie er selber theatervolkstümelnd schreibt. Was soll denn das bringen?
Natürlich spielt das Publikum am Theater eine Rolle. Aber doch keine aktive! Dessen Aufgabe ist es, andächtig zu lauschen und zu schauen, möglichst wenig zu husten und am Ende mit stürmischem Beifall das Stück abzurunden. Auch Bravo-Rufe sind erlaubt, sofern der zuständige Kritiker der Inszenierung seinen Segen gegeben hat. So war es immer, und so soll es bleiben.

Und nun kommt einer daher, der zugegebenermaßen oft im Theater zu finden ist (aber Masse erzeugt noch lange keine Klasse, mein Freund!) und schreibt auf, was er erlebte. Clevererweise nennt er das weder Rezension noch Kritik, trotzdem ist das reine Produktpiraterie. Die Chinesen sind nun also auch im Theater angekommen.

Aber man kann es ja nicht verhindern. Heute kann jeder veröffentlichen, was er will. Und wenn nun auch auf über hundert Seiten über fünfzig Stücke „besprochen“ werden, es wird den Lauf der Theatergeschichte nicht verändern.


2. Vorwort der Teichelmauke

Ja, sicher. Soll es auch nicht. Na und?
Der Ansatz ist auch eher selbstbezogen.

Wenn man - mit steigender Intensität - seit fünfzehn Jahren immer wieder ins Theater geht, kommt irgendwann der Moment, wo man trotz des sich selbst eingestandenen Dilettantismus glaubt, ein bisschen mitreden zu können. Und wenn es dann noch so eine großartige Initialzündung wie den Dresdner „Don Carlos“ gibt, die einen dazu bringt, seine tiefen Eindrücke irgendwie zu Datei zu bringen, kann das durchaus dazu führen, dass man dieses Hobby weiter pflegt, auf verschiedenen Plattformen seine Betrachtungen unters interessierte Volk bringt und sich fürderhin als „Bürgerrezensent“ begreift.
Wenn es eine Bürgerbühne gibt, die Laien zum Spielen bringt, kann es auch so weit kommen, dass Laien über das Theater schreiben. Es ist mit allem zu rechnen, seitdem die Chefredakteure nicht mehr die alleinige Hoheit über das haben, was veröffentlicht wird.

Meine Texte sind Beiträge, nicht mehr. Ich füge meine Meinung den Bewertungen der „offiziellen“ Kritiker hinzu, wenn auch mit geringerer Reichweite. Aber das ist ok, es geht ja nicht um Bekehrung oder um Deutungshoheit. Eigentlich …, eigentlich mach ich das nur für mich. Aber ich lasse andere, die es vielleicht interessiert, daran teilhaben.

Und nun gibt es halt gesammelte Werke. Der erste Akt ist dem Staatsschauspiel Dresden gewidmet, dessen Hervorbringungen meine theatrale Hauptspeise in den letzten Jahren war. Ein geplanter zweiter Akt soll dann die Gastspiele beleuchten, und das reizvolle weite Umland von Dresden.

Und: Man sollte das alles nicht so hoch hängen. Kunst soll Spaß machen. Und das Schreiben darüber auch.
Ich zumindest hatte den, und das wünsche ich den geneigten Lesern auch.


Für diesen Eintrag ist der Autor verantwortlich.

Über den Autor

Teichelmauke | Autor auf XinXii.com

registriert seit: März 2013
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Mit einem Ingenieurspatent für Verkehr ausgestattet, geht Teichelmauke das Leben, das Theater und andere künstlerische Ereignisse eher pragmatisch an: Worum geht es eigentlich? Wer sind die Guten, wer die Bösen? Wer spielt mit, wer nicht? Und tut das alles not?
Als alter 68er, in der Oberlausitz geboren und heute in der Dresdner Neustadt lebend und arbeitend, arbeitet er sich in seinem blog (teichelmauke.me) an allem ab, was ihm in die Quere kommt, vom Theater über die Gesellschaft bis hin zur Politik. Sein Antrieb ist meist Freude, oft auch Wut.
Er berichtet auch für KULTURA-EXTRA und für livekritik.de und macht beim freien ColoRadio in Dresden eine Sendung über Politik und alles Schöne: Teichelmaukes Hamsterradio.
Seit Neuestem schreibt er auch eBooks. Wenn er geahnt hätte, wieviel Arbeit das macht, hätte er es sicher gelassen, aber da war es schon zu spät.

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